Warum machen wir diese Seite und wer sind wir? Die Initiative: Wir wollen keinen Krieg! Du kannst mitmachen, wir treffen uns wieder am 3. Mai in der Zukunftswerkstatt in Wanfried.

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Danke für Euer Interesse an dieser Seite.
Wir haben vor wenigen Wochen die “Initiative: Wir wollen keinen Krieg” gebildet und geben mit dieser Seite Nachrichten weiter, die wir für wichtig halten, um Menschen, die gegen einen Krieg sind, zu unterstützen.

hier die Kontakte für unsere Initiative: Wir wollen keinen Krieg!
Bundeskoordination:
Wolfgang Lieberknecht, Email: Wirwollenkeinen Krieg@gmx.de, Telefon: 05655-924981, 01719132149
NRW:
Ingo Meyer, Email: ingmeyer@web.de Telefon 0231 477 25 48, mobil 0178 98 155 44.
Thüringen:
Bärbel und Ulrich Güth, Email: bgueth@internet-amicus.de, Telfon 036921-910090

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Beim Gründungstreffen in der Zukunftswerkstatt in Wanfried.

Wir halten den Satz von Martin-Luther-King für richtig: Wenn die Bürger wollen, gibt es keinen Krieg mehr! Dazu müssen sie sich aber zumindest so effektiv zusammenschließen, wie die, die den Krieg lieben oder riskieren.  Dazu braucht es viele kompetente Menschen, die versuchen, die internationalen Beziehungen zu verstehen. Und die dadurch der Kriegspropaganda entgegentreten können, denn wir werden mit Lügen dazu gebracht, Kriege zu akzeptieren, die nicht in unserem Interesse sind; das zeigt die Geschichte bis auf den heutigen Tag.

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Die Initiative ist überparteilich, sie will nicht nur Antikriegsinitiative sein, wenn auch aufgrund der akuten Kriegsgefahr jetzt vor allem. Wir wollen auch beitragen, Konflikte friedlich zu lösen und eine stabile internationale Ordnung zu schaffen, die Gewalt und Krieg verbietet und die friedliche Konfliktlösung ermöglicht. In welche Richtung sollen die Konflikte gelöst werden? Im Sinne der Menschenrechtserklärung, die allen Menschen weltweit gleiches menschenwürdiges Leben zuspricht! Als Symbol für unsere Initiative haben wir das Symbol “Schwerter zu Pflugscharen” gewählt, es steht für Frieden, Demokratie, soziale Rechte der Menschen, statt Arroganz der Mächtigen, für ihre Machtinteressen die Ressourcen der Welt rücksichtlos einzusetzen.

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Wir schreiben einige Artikel auf dieser Seite selbst, zumeist aber posten wir, manchmal kommentiert, Nachrichten, die wir in anderen Zeitungen oder auf Youtube oder im Fernsehen finden. Wir wollen die Seite gern als Redaktionsteam gestalten, aber so weit sind wir noch nicht. Bisher verantwortet allein Wolfgang Lieberknecht Kommentare und Auswahl.
Zu meiner Person und meinen Motiven, ich bin 62 Jahre alt und seit meinem 16 Lebensjahr, seit 1968, aktiv: Nie wieder Nationalsozialismus, Nie wieder Krieg, für gerechte Verhältnisse im Land und weltweit, waren meine Lebensziele. 1962 kam ich als Zehnjähriger vom Sportplatz in Wanfried, direkt an der ehemaligen Grenze, und ging nach Hause. Die Stadt war totenstill, so wie ich es nie vorher und nachher je erlebt hatte. Und ich fragte einen vorbeiradelnden Mann: Ist was los? Er erklärte mit: In jeder Sekunde kann der Atomkrieg losgehen! Ich weiß heute: Er hatte recht, und nur mit Glück haben wir diesen Tag überlebt? heute, wie wichitig das ist, denn Frieden und das Menschenrecht auf Leben, das müssen wir uns erarbeiten, es wird uns nicht geschenkt:In meinem Leben bin ich (und ihr alle) mindestens zweimal nur mit Glück einem Atomkrieg entgangen: 1962 während der Türkei-Kuba-Krise und 1983 während der “Nach”rüstung hatten wir es nur zwei russischen Soldaten zu verdanken, dass wir nicht im Atomkrieg untergingen, die ihre Befehle verweigerten, nicht etwa der Weisheit unserer Regierungen und Staaten: Deren Weg hätte in den Abgrund geführt. Der US-Verteidigungsminister MC-Namara, der wesentlich zum Vietnamkrieg beigetragen hat, erklärte in seinen alten Tagen vor seinem Tod:  Der Vietnam-Krieg ist ein “furchtbarer Irrtum” gewesen. Er besuchte in Washington das Ehrenmal für die 58.000 in Vietnam gefallenen Soldaten. (Dieser Krieg mit dem damals noch häufiger von den Medien als heute gezeigtem Kriegsleid hatte mir wie Millionen weltweit gzeigt, dass wir uns engagieren müssen, um solche Grausamkeiten zu stoppen.)

Dorfbewohner flüchten von ihrem mit Napalm<br /><br /><br /><br /><br /><br />
                bombardierten Dorf und vor dem Massenmord der USA. Huynh<br /><br /><br /><br /><br /><br />
                Cong (Nick) Ut, Trang Bang 1972

https://i2.wp.com/www.geschichteinchronologie.ch/as/vietnam/vietnamkrieg-fotos-d/napalmopfer-verkohlt-aufgehoben.jpgOpfer des Napalmkrieges der USA.

My<br /><br /><br /><br /><br /><br />
                          Lai 09: Der Leichenweg

http://www.geschichteinchronologie.ch/as/vietnam/vietnamkrieg-fotos.html

 

McNamara trat in den vergangenen Jahren vehement für eine bedingungslose, weltweite atomare Abrüstung ein. Er hielt die Folgen von Unfällen oder Angriffen mit nuklearen Sprengköpfen für die größte Gefahr für die Menschheit. Meine Argumente belege ich am Ende dieser Seite mit Texten und Videos, um sie für jede/n nachvollziehbar (und widerlegbar) zu machen.

Ich habe dafür Journalist, Schriftsetzer und Diplom Ökonom gelernt und arbeite seit Jahren als Koordinator für die Initiative Black&White (www.blackandwhite-schwarzundweiss.de).

family
Mit meiner Frau Eunice, Französisch-Lehrerin aus Ghana, und unserer Tochter, der wir den Namen Rosal-Luxemburg gegeben haben.

Mit AfrikanerInnen gehe ich vor allem in Schulen im ganzen Bundesgebiet, um zu helfen, Fremdenfeindlichkeit zu überwinden, die Zusammenarbeit zwischen AfrikanerInnen und Deutschen und überhaupt Menschen mit verschiedener Hautfarbe, Religion, Nationalität voranzubringen, denn darin sehe ich die einzige Überlebenschance der Menschheit. Willy Brandt hat mit seinen zwei Büchern „Das Überleben sichern, der Nord-Süd-Bericht“ und „Der organsierte Wahnsinn“, die leider kaum etwas bewirkt haben, obwohl sie so wichtig sind, grundlegend eine neue Weichenstellung vorgeschlagen, vor der nationalen zur globalen Verantwortung. Ähnlich dachte übrigens – und da bin ich erst durch die Filme von Oliver Stone „The untold history oft he United States“ drauf gekommen, neben Eleonore Roosevelt als Leiterin der Kommission, die die Menschenrechtserklärung erarbeitete, der Vizepräsident der USA im Zweiten Weltkriege, Henry Wallace, der als Kriegsziel nicht ein USA dominiertes Jahrhundert vorschlug, sondern ein Jahrhundert der „kleinen Leute“ a century of the common man, in dem weltweit alle Menschen menschwürdig leben, keine Macht mehr andere ausbeutet, keine „Rasse“ mehr die anderen dominiert und unterwirft. Für ihn waren die amerikanische Unabhängigkeitserklärung und Verfassung, die französische (1789) und deutsche Revolution (1848) und die russische  Revolution von 1917 alles Meilensteine auf dem Weg zu einer Welt, in der gleiche Rechte aller Menschen im Mittelpunkt stehen.

Auch die gegen Nazideutschland gebildete globale Koalition, für deren Ziele Millionen Menschen gekämpft haben, formuliert als Ziel des Krieges etwas ganz anderes, als das später organisiert worden ist, sie sind in der Atlantik-Erklärung formuliert: Eine Welt, in der die sozialen Rechte der Menschen gesichert sind und die Rüstungslasten für die Völker verringert werden.
Von Stephan Hessel habe ich gelernt, dass wir für diesen weltweiten Zusammenschluss bereits sehr gute Ziele haben und sie die Staaten sogar offiziell vereinbart haben: In der UN-Charta und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: Austragung aller Konflikte ohne Gewalt und menschenwürdige Lebensbedingungen für alle, das hat die Menschheit 1945 und 1948 beschlossen. Ich halte beide Dokumente für sinnvolle gemeinsame Ziele, wenn es auch gilt, die UNO schrittweise zu demokratisieren, mehr Gleichberechtigung der Staaten zu erreichen und sie mehr zu einer Institution nicht nur der Staaten, sondern der BürgerInnen zu machen. Grundlegend dafür halte ich es, de internationale Zivilgesellschaft zu stärken. Vertrauen aufzubauen zwischen den Menschen verschiedener Herkünfte, gemeinsame Ziele zu diskutieren, sich gegenseitig zu unterstützen im Ringen um menschenwürdiges Leben und Frieden. Karl Marx ist mit dabei ein Lehrer, seinen mir wichtigen diesbezüglichen Gedanken habe ich unten aufgeschrieben. Die Ermutigung vieler Menschen, im Sinne von Kants Aufklärungsbegriff: Habe den Mut, deinen Verstand ohne fremde Anleitung zu gebrauchen! zu handeln, halte ich dafür für grundlegend. Im nordhessischen Wanfried wohne ich, dort haben wir auch eine ehemalige Fabrik. Wir suchen ein Team, dass dort Fortbildung für die organisiert, die sich und andere als Multiplikatoren ausbilden wollen, um das aufzubauen, was 1948 beschlossen wurde: Aufbau einer sozialen und internationalen Ordnung, in der alle die vollen Menschenrechte haben (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 28 (siehe unten). Dafür wollen wir ein Team bilden mit Menschen verschiedener Herkünfte, Religionen, Nationalitäten, die das zusammen organisieren will. Das diese Ideen nicht neu sind, sondern bereits in der Aufklärung vertreten wurden, daran erinnert Habermaas mit seinem Bezug auf die Schrift von Immanuel Kant, Zum ewigen Frieden, in dem der als Garant für Frieden, den Aufbau einer globalen Friedensordnung vorschlägt mit übernationalem Gewaltmonopol, für die Bürger transparente internationale Beziehungen und die Abschaffung der stehenden Heere (u.a.). An ihn und seine Vorschläge erinnerten sich die Menschen nach den Millionen Toten der beiden Weltkriege und bei dem Versuch mit Völkerbund und später UNO so eine globale Ordnung zu schaffen. Er ist wie die vielen Kriege und die akute Kriegsgefahr zeigen, in Ansätzen stecken geblieben und Kräfte versuchen selbst die wieder zunichte zu machen.
Wer mit uns Nachrichtenredaktion und Multiplikatorenausbildung und –vernetzung für die Ziele unserer Initiative aufbauen will, ist herzlich eingeladen, mitzumachen.

Warum brauchen wir Multiplikatoren: Um zu helfen, eine Mehrheit zu schaffen, die mit ihrer Kreativität daran arbeitet, die nach dem Zweiten Weltkrieg beschlossene globale Ordnung mit gleichen Rechten für alle zu schaffen und dafür die Menschen über alle heutigen Spaltungen zusammenzuschließen. Und um der Kriegspropaganda entgegenzutreten, denn wir werden mit Lügen dazu gebracht, Kriege zu akzeptieren, die nicht in unserem Interesse sind; das zeigt die Geschichte bis auf den heutigen Tag.
Initiative: Wir wollen keinen Krieg!
Wolfgang Lieberknecht, Telefon: Email: WirwollenkeinenKrieg@gmx.de, 05655-924981, mobil 01719132149
für Thüringen: Bärbel und Ulrich Güth, Email: bgueth@internet-amicus.de, Telefon: 03692191090
mit anderen in anderen Bundesländern stehen wir in Verbindung, wir sprechen mit ihnen, ob sie die Koordination für ihre Bundesländer übernehmen wollen.

Links zu den Quellen für diesen Text:

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (und grundlegend ihre Präambel):
http://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf

Eleanor Roosevelt, Mitautorin der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" , mit der spanischen Version "Declaración Universal de los Derechos Humanos"
Eleanor Roosevelt mit der spanischen Version “Declaración Universal de los Derechos Humanos”. Sie ist Mitautorin der “Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte” und die Witwe des vormaligen US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt. Quelle: wikipedia.de, copyright free
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
PRÄAMBEL
Da
die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen
Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit,
Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,
da
die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei
geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet
worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit
von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt,
da
es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen,
damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei
und Unterdrückung zu greifen,
da
es notwendig ist, die En
twicklung freundschaftlicher
Beziehungen zwischen den
Nationen zu fördern,
da
die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die
grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und
an die Gleichberechtigung von Mann und Frau erneut bekräftigt und beschlossen haben,
den sozialen Fortschritt und bessere Lebensbedi
ngungen in größerer
Freiheit zu fördern,
da
die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, in Zusammenarbeit mit den Vereinten
Nationen auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und
Grundfreiheiten hinzuwirken,
da
ein gemeinsames Verständnis dieser Rechte und Freiheiten von größter
Wichtigkeit für die volle Erfüllun
g dieser Verpflichtung ist,
verkündet die Generalversammlung
diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und
Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, da
mit jeder einzelne und alle Organe der
Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch
Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern und
durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre allgemeine und
tatsächliche Anerkennung und Einhaltung durch die Bevölkerung der Mitgliedstaaten selbst zu gewährleisten.
Artikel 1: le Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.
Artikel 2
Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne
irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion,
politischer oder sonstiger Anschauung, natio
naler oder sozialer Herkunft, Vermögen,
Geburt oder sonstigem Stand.
Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen
oder internationalen Stellung des Landes
oder Gebietes, dem eine Person angehört,
gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter
Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung
besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.
Artikel 3
Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.
(…)
Artikel 28 Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.
Was damit erreicht werden soll, erklärt die Leiterin der Menschenrechtskommission, die die Verfassung erarbeitet hat, Eleonore Rossevelt, vor der Verabschidung durch die Staaten: Ein globale Verfassung, die die Macht der Mächtigen beschränkt und eine Welt ohne Krieg ermöglicht: http://www.youtube.com/watch?v=9yzakVOdh6k
Stephan Hessel (Autor von “Empört Euch!”), der an der Erklärung mitarbeitete:
File:Stephane Hessel 2012-03-16.JPG

Die für diese Erklärung grundlegende UN-Charta:
http://www.un.org/depts/german/un_charta/charta.pdf

http://www.unis.unvienna.org/unis/de/un_charta_san_francisco.html

Die Rede von Henry Wallace für das Jahrhundert des Kleinen Mannes, century of the common people:

Die Ziele im Krieg gegen Nazideutschland, für die Millionen ihr Leben ließen:

File:Atlantic Charter (color).jpg

Die Atlantik-Charta vom 14. August 1941

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Ministerpräsident Churchill, als Vertreter der Regierung Seiner Majestät im Vereinigten Königreich, erachten es als ihr Recht, einige allgemeine Prinzipien der Politik ihrer Länder bekanntzugeben, Prinzipien, auf deren Verwirklichung sich ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft der Welt gründen.

  1. Ihre Länder streben keinerlei Bereicherung an, weder in territorialer noch in anderer Beziehung.
  2. Sie wünschen keinerlei territoriale Veränderungen, die nicht im Einklang mit den in voller Freiheit ausgedrückten Wünschen der betroffenen Völker stehen.
  3. Sie achten das Recht aller Völker, sich jene Regierungsform zu geben, unter der sie zu leben wünschen. Die souveränen Rechte und autonomen Regierungen aller Völker, die ihrer durch Gewalt beraubt wurden, sollen wiederhergestellt werden.
  4. Sie werden, ohne ihre eigenen Verpflichtungen außer Acht zu lassen, für einen freien Zutritt aller Staaten, der großen wie der kleinen, der Sieger wie der Besiegten, zum Welthandel und zu jenen Rohstoffen eintreten, die für deren wirtschaftliche Wohlfahrt vonnöten sind.
  5. Sie erstreben die engste Zusammenarbeit aller Nationen auf wirtschaftlichem Gebiete, eine Zusammenarbeit, deren Ziel die Herbeiführung besserer Arbeitsbedingungen, ein wirtschaftlicher Ausgleich und der Schutz der Arbeitenden ist.
  6. Sie hoffen, dass nach der endgültigen Vernichtung der Nazi-Tyrannei ein Frieden geschaffen werde, der allen Völkern erlaubt, innerhalb ihrer Grenzen in vollkommener Sicherheit zu leben, und der es allen Menschen in allen Ländern ermöglicht, ihr Leben frei von Furcht und von Not zu verbringen.
  7. Dieser Friede soll allen Völkern die freie Schifffahrt auf allen Meeren und Ozeanen ermöglichen.
  8. Sie sind von der Notwendigkeit überzeugt, dass aus praktischen wie aus sittlichen Gründen alle Völker der Welt auf den Gebrauch der Waffengewalt verzichten müssen. Da kein Friede in Zukunft aufrechterhalten werden kann, solange die Land-, See- und Luftwaffen von Nationen, die mit Angriff auf fremdes Gebiet gedroht haben oder damit drohen können, zu Angriffszwecken benutzt werden können, halten sie bis zur Schaffung eines umfassenden und dauerhaften Systems allgemeiner Sicherheit die Entwaffnung dieser Nationen für notwendig. Ebenso werden sie alle Maßnahmen unterstützen, die geeignet
  9. In seiner 2. Sitzung im St. James’s Palace in London am 24. September 1941 nahm der Interalliierte Rat die allgemeinen Grundsätze der Atlantik-Charta mit folgender Entschließung an (deutsche Übersetzung):[4]„Die Regierungen Belgiens, der Tschechoslowakei, Griechenlands, Luxemburgs, der Niederlande, Norwegens, Polens, der Sowjetunion und Jugoslawiens und Vertreter General de Gaulles, des ‚Führers der Freien Franzosen‘, haben von der Erklärung Kenntnis genommen, die der Präsident der Vereinigten Staaten und Premierminister Churchill für Seiner Majestät Regierung des Vereinigten Königreichs kürzlich abgegeben haben. Sie geben hiermit ihre Zustimmung zu den allgemeinen politischen Grundsätzen, die in jener Erklärung niedergelegt sind, und ihre Absicht bekannt, nach besten Kräften mit daran zu arbeiten, sie zu verwirklichen.“
  10. http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantik-Charta

Die bekannten Beinnahe Atomkriege der vergangenen Jahrzehnte sollten uns warnen:

1983 am atomaren Abgrund:

 

Der ehemalige US-Verteidigungsminister erklärt, warum Politiker Atomkriege riskieren: Unter ihm wäre es beinahe zur Auslöschung der eRde gekommen. Der Nebel des Krieges, er wurde später zum totalen Kriegsgegner:

http://www.ecoglobe.ch/nuclear/d/drs15201.htm

 

 

http://www.ecoglobe.ch/nuclear/d/drs15201.htm

Bob McNamara war der Mann mit der großen Brille und den nass zurückgekämmten Haaren. Er half dabei, Desaster zu vermeiden, wie etwa in der Kubakrise 1962, hatte aber auch erheblichen Anteil an der Schaffung von Desastern, vor allem am Vietnamkrieg. Über die Jahre änderte sich seine Einstellung zu diesem Krieg; 1967 empfahl er Präsident Johnson, unter dem er im Kabinett verblieben war, einen Verhandlungsfrieden zu suchen.

McNamara wurde gegangen und übernahm 1968 den Direktorenposten bei der Weltbank. 13 Jahre lang, bis 1981, leitete McNamara das Institut. Unter seiner Ägide vervielfachte sich die Summe der von der Weltbank vergebenen Kredite. Allerdings bedeutete dies auch einen drastischen Anstieg der Verschuldung in der Dritten Welt.

Auf seine alten Tage machte sich auch bei McNamara die Skepsis breit über das, was er als Jüngerer getan hatte. Es dauerte immerhin bis 1995 als er in seinen Memoiren über Vietnam zugab: “Wir lagen falsch, schrecklich falsch.” Bushs Irak-Krieg lehnte er ebenso ab wie die Raketenabwehr. Ein nachdenklicher Interview-Film mit McNamara bescherte dem Regisseur Errol Morris sogar einen Oscar.

http://www.sueddeutsche.de/politik/ehemaliger-us-verteidigungsminster-robert-mcnamara-tot-1.111101

http://www.zeit.de/online/2009/28/mcnamara-falke-taube

Robert McNamara: Vom Falken zur Taube

Als Verteidigungsminister war Robert McNamara verhasst – später verehrten die Linken ihn als Kämpfer für eine atomwaffenfreie Welt. 93-jährig ist McNamara gestorben

1995 schrieb McNamara in seinem Buch The Fog of War, der Vietnam-Krieg sei ein “furchtbarer Irrtum” gewesen. Er besuchte in Washington das Ehrenmal für die 58.000 in Vietnam gefallenen Soldaten. Als er später von Reportern nach seinen Gefühlen bei dem Besuch gefragt wurde, konnte er nicht darüber sprechen. Der Vietnam-Krieg verfolgte ihn bis in den Tod.

Im Laufe der Jahre wurde er immer mehr zum Kriegsgegner: 2004 kritisierte er den Irakkrieg der Regierung Bush als einen moralischen Fehler. McNamara entwickelte sich von der Hassfigur der politischen Linken zu einem ihrer Vorbilder. Der ehemalige “kalte Krieger” war nun ein Kronzeuge der Kriegsgegner.

McNamara trat in den vergangenen Jahren vehement für eine bedingungslose, weltweite atomare Abrüstung ein. Er hielt die Folgen von Unfällen oder Angriffen mit nuklearen Sprengköpfen für die größte Gefahr für die Menschheit.

Aktuell:
USA’s unglaubliche Macht – Das stärkste Militär der Welt

Kriege werden mit Lügen begründet:

Warum, das erklärt Nationalsozialist Hermann Göring:

Dieser Text dient nicht der Verherrlichung des zitierten Faschisten, sondern vielmehr der Warnung. Nicht nur soll deutlich werden, wie berechnend die nationalsozialistischen Verbrecher damals handelten – sondern es sollen auch erschreckende Parallelen zu unserer Zeit aufgezeigt werden.

Wenn man über diese Worte nachdenkt, ist es offensichtlich. Sie klingen wie der Masterplan für die Politik der westlichen Regierungen: Angst schaffen in der eigenen Bevölkerung mit einer ständigen Bedrohung von außen, um die Rechte im inneren immer weiter zu beschneiden. Die Demokratie soll verteidigt werden, indem man sie abschafft. Das Ziel: Krieg.

 

“Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg. Warum sollte auch irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, daß er mit heilen Knochen zurückkommt? Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Rußland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar.

Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. (…)

Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.” (Hermann Göring, 18. April 1946, Nürnberg, abends in seiner Zelle, “achselzuckend”)

http://www.orbit9.de/wissen/zitate_goering_krieg.php

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Einige der Lügen, die uns dazu brachten, nicht zu verhindern, dass die westlichen Mächte Hunderttausende Menschenleben in anderen Ländern zu vernichten:

Zweite Irakkrieg:

Erster Irakkrieg:

Kriegslügen aufdeckenMünchhausen – ein Projekt gegen verführerische KriegslügenAndreas BuroJeder Stifter einer Weltreligion verhieß Frieden, und zwar im Diesseits, zu erreichen durch Toleranz, Barmherzigkeit, Menschlichkeit. Staatsgründer taten es ihnen gleich und schrieben in ihre Grundgesetze: “All men are created equal” (Unabhängigkeitserklärung der USA). Großartige, kluge Worte. Und doch ist die menschliche Geschichte geprägt von Gewalt und Krieg, deren Beute von wenigen eingesackt wurde und dessen Leid von den Vielen getragen werden musste.Wie gelang es und gelingt es in fast allen Gesellschaftsformationen immer wieder, die Menschen als böse Feinde gegeneinander in Stellung und zu Mord und Totschlag zu bringen und dies noch als gute und ehrenvolle Tat zu verkaufen? Die Massenmörder bekamen den Titel “Der Große” und der Tod auf dem Schlachtfeld wurde zum Heldentod verklärt, während die zivilen Opfer allenfalls als “Kollateralschäden” abgetan wurden.Eine der vornehmsten Aufgaben der Friedensbewegung ist es, die Legitimationsideologien für Rüstung und Krieg bloßzustellen, als das was sie sind, nämlich Versuche, die Bürger und Bürgerinnen zu täuschen, um ihnen Rüstung und Krieg schmackhaft zu machen: Der “Gerechte Krieg”, das “Letzte Mittel”, die “Humanitäre Intervention”, sowie die absurdesten Lügen, warum die Soldaten nun in den Krieg ziehen müssten.Da haben doch tatsächlich ein paar vietnamesische Küstenboote US-Zerstörer im Golf von Tonking angegriffen – glatter Terrorismus! Die Antwort der USA war fürchterlich und giftig. Um Krieg, das Scheußlichste vom Scheußlichen, zu rechtfertigen, wurde und wird gelogen und betrogen.Raketenschutzschirme gegen nicht existierende iranische Atomraketen von den meisten Medien brav verbreitet – Hanebüchen! Der Baron von Münchhausen war dagegen ein Waisenknabe.Um rationale Aufklärung in diesem Feld bemühen wir uns seit langer Zeit. Ich schlage nun vor, sie witziger und als Breitenaktion zu betreiben: Wir fordern alle Menschen, die wir erreichen können auf, die deftigsten Lügengeschichten zur Rechtfertigung von Krieg und Rüstung aus allen historischen Zeiten bis zur Gegenwart aufzuschreiben, also von den Kreuzzügen oder früher über den Sender Gleiwitz bis zur dreisten Lüge des USAußenministers über die Massenvernichtungswaffen des Saddam Husseins und dem Militär als letztem Mittel der angeblich “Humanitären Interventionen”. Dabei geht es nicht um Anklagen wegen der Grausamkeit des Krieges. Es geht immer um die Versuche, uns, die Bürgerinnen und Bürger, zu täuschen, um auf diese Weise unsere Zustimmung zu Gewalt und Krieg zu erreichen.Wenn jemand sich ein Lügenthema vornehmen will, sollte er mir das vorher mitteilen. Ich kann dann Auskunft geben, ob das Thema bereits von anderen bearbeitet wird. So kann Doppelarbeit vermieden werden. Eure Texte schickt, bitte, zunächst an mich (andreas.buro@gmx.de). Ich sammele und leite sie weiter.Alle können sich beteiligen. Die Texte: etwa eine Schreibmaschinenseite lang, wenn möglich in flotter Sprache und eventuell mit Hinweisen zu weiterer Information – doch, bitte, keine langen Literaturlisten. Nach Sichtung durch die notwendig kleine Redaktionsgruppe von historisch-politisch Erfahrenen (1) werden die Geschichten auf dem bereits bekannten Aachener Friedensmagazin aixpaix.de in einer besonderen Münchhausen-Rubrik veröffentlicht. Wenn wir Erfahrungen gesammelt haben, wollen wir überlegen, ob eine zusätzliche Münchhausen-Plattform im Internet geschaffen werden soll.Die Redaktionsgruppe wird sich, wenn nötig, für weitere Informationen an jeweils fachkundige Personen wenden, um sicher zu stellen, dass unsere Darstellungen sachlich fundiert sind und nicht in Verschwörungstheorien landen. Wir müssen sehr sorgfältig berichten, um ernst genommen zu werden.Die deftigsten Geschichten werden als “Pressemitteilungen vom Lügenbaron Münchhausen” oder vielleicht als “Lüge des Monats” bekannt gemacht und hoffentlich nicht nur in Friedenszeitschriften abgedruckt. Dabei wird gleichzeitig zu erweiterter Mitarbeit eingeladen. Selbstverständlich können auf der Plattform auch Kontroversen ausgetragen werden. Haben die Schüsse auf den österreichischen Thronfolger und seine Frau in Sarajevo wirklich den Ersten Weltkrieg ausgelöst? In der Form der Darstellung werden wir noch experimentieren müssen.Eine Grundfigur dürfte sein, zunächst die offizielle Behauptung wiederzugeben und sie dann mit unserer Lügenbloßstellung zu konfrontieren. Das alles müsste doch einen großen Spaß machen und deftig provozieren, damit die alten Lügen-Klischees ins Wanken geraten.

Als Logo wollen wir Münchhausen auf einer Rakete Richtung Erde sausen lassen. Dort erwarten ihn Menschen, die jubelnd ihre Arme erheben, obwohl sie selbst Opfer der Rakete werden können. Das Münchhausen-Projekt wird unter dem Schirm der “Kooperation für den Frieden” angesiedelt sein. Da bisher alle ehrenamtlich mitarbeiten, werden nach bisheriger Einschätzungen seine Kosten nicht sehr hoch sein. Trotzdem wären wir sehr glücklich, wenn möglichst viele einen kleinen Startbeitrag auf das gemeinnützige Konto:

Förderverein Frieden e.V. Konto 4041 8604 00 bei der GLS Gemeinschaftsbank BLZ 430 609 67

IBAN: DE89 4306 0967 4041 8604 00, BIC: GENODEM1GLS mit Stichwort: “Münchausen” senden würden. Bitte die Absende-Adresse auf der Überweisung für die Spendenbescheinigung vermerken! Danke!

Die Vorbereitungen benötigen selbstverständlich etwas Zeit. Die Plattform soll im Februar 2014 eröffnet werden. Bis dahin müssten schon einige Lügengeschichten vorliegen. Sicher schaffen wir das, weil wir auf die Mitarbeit von vielen setzen. Wie gesagt: Wer will, kann mitmachen oder auch andere ansprechen, sich zu beteiligen. Es wäre toll, wenn eine Lügenlawine entstünde.

Anmerkung

1 Der Redaktionsgruppe gehören an Karl Grobe, Wiltrud Roesch-Metzler, Werner Ruf, Christine Schweitzer und Otmar Steinbicker.
Andreas Buro ist u. a. friedenspolitischer Sprecher des Komitees für Grundrechte und Demokratie und des “Monitoring-Projekts: Zivile Konfliktbearbeitung, Gewalt- und Kriegsprävention”. 2008 hat er den Aachener Friedenspreis erhalten. E-Mail: andreas (Punkt) buro (at) gmx (Punkt) dehttp://www.friedenskooperative.de/ff/ff14/1-25.htm

 

 

 

 

 

 

Die Lügengeschichte des Monats März

Es begann mit einer Lüge – Kosovo-/ Jugoslawienkrieg 1999

Die Lügengeschichte des Monats Februar

Münchhausen und die Bundeswehr in Mali

Weitere Lügengeschichten

Krieg gerecht gelogen

1990 – Lügen am Golf 1990

1964 – Der Zwischenfall von Tonking oder wie man einen erwünschten Krieg inszeniert

1867/68 – Der Krieg des britischen Empire gegen den Kaiser von Äthiopien

Deshalb kommt es jetzt darauf an, viele im Sinne von Kant zu ermutigen:

http://www.uni-potsdam.de/u/philosophie/texte/kant/aufklaer.htm

AUFKLÄRUNG ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen [A482] (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt usw., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen. Daß der bei weitem größte Teil der Menschen (darunter das ganze schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit, außer dem daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte, dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben. Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben und sorgfältig verhüteten, daß diese ruhigen Geschöpfe ja keinen Schritt außer dem Gängelwagen, darin sie sie einsperreten, wagen durften, so zeigen sie ihnen nachher die Gefahr, die ihnen drohet, wenn sie es versuchen, allein zu gehen. Nun ist diese Gefahr zwar eben so groß nicht, denn sie würden durch einigemal Fallen wohl endlich gehen lernen; allein ein Beispiel von der Art macht doch schüchtern und schreckt gemeiniglich von allen ferneren Versuchen ab.

Es ist also für jeden einzelnen Menschen schwer, sich aus der ihm beinahe zur Natur gewordenen Unmündigkeit [A483] herauszuarbeiten. Er hat sie sogar liebgewonnen und ist vorderhand wirklich unfähig, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, weil man ihn niemals den Versuch davon machen ließ. Satzungen und Formeln, diese mechanischen Werkzeuge eines vernünftigen Gebrauchs oder vielmehr Mißbrauchs seiner Naturgaben, sind die Fußschellen einer immerwährenden Unmündigkeit. Wer sie auch abwürfe, würde dennoch auch über den schmalesten Graben einen nur unsicheren Sprung tun, weil er zu dergleichen freier Bewegung nicht gewöhnt ist. Daher gibt es nur wenige, denen es gelungen ist, durch eigene Bearbeitung ihres Geistes sich aus der Unmündigkeit herauszuwickeln und dennoch einen sicheren Gang zu tun.

(..)

Ich habe den Hauptpunkt der Aufklärung, d. i. des Ausganges der Menschen aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit, vorzüglich in Religionssachen gesetzt, weil in Ansehung der Künste und Wissenschaften unsere Beherrscher kein Interesse haben, den Vormund über ihre Untertanen zu spielen, überdem auch jene Unmündigkeit, so wie die schädlichste, also auch die entehrendste unter allen ist. Aber die Denkungsart eines Staatsoberhaupts, der die erstere begünstigt, geht noch weiter und sieht ein: daß selbst in Ansehung seiner Gesetzgebung [A493] es ohne Gefahr sei, seinen Untertanen zu erlauben, von ihrer eigenen Vernunft öffentlichen Gebrauch zu machen und ihre Gedanken über eine bessere Abfassung derselben, sogar mit einer freimütigen Kritik der schon gegebenen, der Welt öffentlich vorzulegen; davon wir ein glänzendes Beispiel haben, wodurch noch kein Monarch demjenigen vorging, welchen wir verehren.

Aber auch nur derjenige, der, selbst aufgeklärt, sich nicht vor Schatten fürchtet, zugleich aber ein wohldiszipliniertes zahlreiches Heer zum Bürgen der öffentlichen Ruhe zur Hand hat, – kann das sagen, was ein Freistaat nicht wagen darf: Räsonniert, soviel ihr wollt, und worüber ihr wollt; nur gehorcht! So zeigt sich hier ein befremdlicher, nicht erwarteter Gang menschlicher Dinge; sowie auch sonst, wenn man ihn im großen betrachtet, darin fast alles paradox ist. Ein größerer Grad bürgerlicher Freiheit scheint der Freiheit des Geistes des Volks vorteilhaft und setzt ihr doch unübersteigliche Schranken; ein Grad weniger von jener verschafft hingegen diesem Raum, sich nach allem seinen Vermögen auszubreiten. Wenn denn die Natur unter dieser harten Hülle den Keim, für den sie am zärtlichsten sorgt, nämlich den Hang und Beruf zum freien Denken, ausgewickelt hat: so wirkt dieser allmählich zurück auf die Sinnesart des Volks, (wodurch dies der Freiheit zu handeln [A494] nach und nach fähiger wird), und endlich auch sogar auf die Grundsätze der Regierung, die es ihr selbst zuträglich findet, den Menschen, der nun mehr als Maschine ist, seiner Würde gemäß zu behandeln.¹

Aufgaben für die Emanzipation des Menschen (von Karl Marx für die Internationale Arbeiter-Assoziation):

https://i0.wp.com/www.scharf-links.de/uploads/pics/karl-marx-geburtstag.jpg

“Wenn die Emanzipation der Arbeiterklassen das Zusammenwirken verschiedener Nationen erheischt, wie jenes große Ziel erreichen mit einer auswärtigen Politik, die frevelhafte Zwecke verfolgt, mit Nationalvorurteilen ihr Spiel treibt und in piratischen Kriegen des Volkes Blut und Gut vergeudet? Nicht die Weisheit der herrschenden Klassen, sondern der heroische Widerstand der englischen Arbeiterklasse gegen ihre verbrecherische Torheit bewahrte den Westen Europas vor einer transatlantischen Kreuzfahrt für die Verewigung und Propaganda der Sklaverei. Der schamlose Beifall, die Scheinsympathie oder idiotische Gleichgültigkeit, womit die höheren Klassen Europas dem Meuchelmord des heroischen Polen und der Erbeutung der Bergveste des Kaukasus durch Rußland zusahen; die ungeheueren und ohne Widerstand erlaubten Übergriffe dieser barbarischen Macht, deren Kopf zu St. Petersburg und deren Hand in jedem Kabinett von Europa, haben den Arbeiterklassen die Pflicht gelehrt, in die Geheimnisse der internationalen Politik einzudringen, die diplomatischen Akte ihrer respektiven Regierungen zu überwachen, ihnen wenn nötig entgegenzuwirken; wenn unfähig zuvorzukommen, sich zu vereinen in gleichzeitigen Denunziationen und die einfachen Gesetze der Moral und des Rechts, welche die Beziehungen von Privatpersonen regeln sollten, als die obersten Gesetze des Verkehrs von Nationen geltend zu machen.

Der Kampf für solch eine auswärtige Politik ist eingeschlossen im allgemeinen Kampf für die Emanzipation der Arbeiterklasse.”

http://www.mlwerke.de/me/me16/me16_005.htm

http://www.mlwerke.de/me/me16/me16_005.htm

Willy Brandt:

http://www.zeit.de/1992/43/ueber-den-tod-hinaus-willy-brandt-in-buechern

Über den Tag hinaus (Hoffmann und Campe, Hamburg 1974; 512 S., 34,– DM), der wegen der darin enthaltenen Tagebuchnotizen über die letzten Tage seiner Kanzlerschaft für einige Furore sorgte. Zwei Jahre später erschienen seine Begegnungen und Einsichten (Die Jahre 1960-1975; Hoffmann und Campe, Hamburg 1976; 655 S., 36,– DM), die sich vor allem mit der Außenpolitik beschäftigten. Auf den Zusammenhang zwischen Ost-West- und Nord-Süd-Konflikt, zwischen Überrüstung und Unterentwicklung machte Brandt in seinem Buch Der organisierte Wahnsinn (Wettrüsten und Welthunger; Kiepenheuer & Witsch, Köln 1985; 234 S., 34,– DM) aufmerksam. Er schrieb damit den Bericht fort, den er an der Spitze der Nord-Süd-Kommission 1977 hatte ausarbeiten lassen: Das Überleben sichern: Der Brandt-Report (Ullstein, Frankfurt am Main/Berlin 1981; 379 S., 9,80 DM). Die Deutschland-Reden Willy Brandts vom 1. September 1989 bis zum 18. März 1990, dem Tag der Volkskammerwahlen in der DDR, sind zusammengestellt in dem Band„… was zusammengehört“ (J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 1990; 160 S., 12,80 DM).

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2 thoughts on “Warum machen wir diese Seite und wer sind wir? Die Initiative: Wir wollen keinen Krieg! Du kannst mitmachen, wir treffen uns wieder am 3. Mai in der Zukunftswerkstatt in Wanfried.”

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