AL QAIDA, ISIL UND BOKO HARAM SIND ISLAMFEINDE
Liebe Freunde, die muslimische Welt hat viele äußere Feinde. Weil sie Erdöl besitzt. Und weil die USA nach dem Fall der Sowjetunion ein neues Feindbild brauchten.

Sie hat auch innere Feinde. Aus Macht-oder Glaubens-Gründen bekämpfen sie andere muslimische Konfessionen und Länder, statt für die Einheit der Muslime einzutreten.

Am gefährlichsten aber sind jene 0,002 Prozent, die wie Al Qaida den Islam als Maske für ihre mörderischen Verbrechen gegen Zivilisten missbrauchen. Sie sind gar keine wirklichen Muslime – weil sie nicht „Gott ergeben“ sind. Sie nehmen sich und ihre abstrusen Ideen weit wichtiger als ihre Religion.

Sie sind gegenüber den 1.5 Milliarden Muslimen weltweit nur eine verschwindende Minderheit. Doch einige interessierte Medien und Politiker sorgen dafür, dass die Welt glaubt, sie verträten die Mehrheit der Muslime.

Letztlich betreiben Terroristen das Geschäft der Feinde des Islam. Sie liefern ihnen die Vorwände, die diese brauchen, um den Islam als „gewalttätige Religion“ zu diffamieren. Dieses böse Spiel müssen wir stoppen. Wir alle – Nichtmuslime und Muslime.

Viele „Westler“ reden über den Koran. Kaum einer hat ihn gelesen. Nur wenige „Westler“ wissen, dass der Islam Zivilisten unter seinen besonderen Schutz stellt. So heißt es in der 5. Sure, Vers 32: „Wenn einer einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen hat, so ist es, als habe er alle Menschen getötet. Und wenn einer einen Menschen rettet, so ist es, als habe er alle Menschen gerettet.“

In einer Überlieferung des Propheten Mohammed heißt es: „Wer einem Juden oder Christen Unrecht tut, gegen den trete ich am Tage des Jüngsten Gerichts selbst als Ankläger auf.“

Gegen diese zentralen Grundsätze des Islam verstoßen all jene mordenden Terroristen, die sich islamisch nennen, ohne es zu sein. Meist wissen sie genau, wie sehr sie dem Islam und der muslimischen Welt schaden. In ihrer Verblendung ist ihnen das egal.

Ich rede hier nicht nur von der grotesken Halunken- und Mörderbande Boko Haram, die täglich die aberwitzigsten Vorurteile westlicher Islamfeinde bedient. Ich rede von der terroristischen Abu Sayyaf Gruppe auf den Philippinen, der Al-Gama’a al-Islamiyya in Ägypten, der Al-Shabaab in Somalia, dem Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL), der Jabhat al Nusrah in Syrien und natürlich von Al Qaida.

Innere Feinde des Islam sind u.a. auch die Terror-Organisationen Ansar al-Islam im Irak, das Kaukasus Emirat in Russland, der Ägyptische Islamische Jihad, das Islamic Movement in Uzbekistan (IMU), die Jaish-e-Mohammed in Pakistan, die Jamaat Ansar al-Sunna im Irak, die Jemaah Islamiyah in Indonesien, der Lashkar-e-Jhangvi in Pakistan, der Jammat Tawhid wal Jihad im Irak, die Harkat-ul-Mujahideen al-Alami in Pakistan und der Ansar e Din in Mali.

Große islamische Gelehrte haben über diese inneren Feinde des Islam ein vernichtendes Urteil gefällt. Und der weltbekannte türkische Prediger Fethullah Gülen sagte kurz und bündig: “Ein richtiger Muslim kann nicht Terrorist sein”.

Genau das ist der Grund, warum ich sage: Ein Terrorist ist kein wahrer Muslim. Er ist ein “Ungläubiger”, wie der aus Pakistan stammende Islamgelehrte Tahir ul Qadri in in seiner 600-seitigen Fatwa schonungslos feststellt.

Wir sind also nicht allein, wenn wir diesen Terroristen die islamische Maske vom Gesicht reißen. Wenn wir ihnen entgegen schleudern: IHR SEID KEINE WAHREN MUSLIME, IHR SEID FEINDE DES ISLAM. DENN IHR HANDELT IM INTERESSE DER FEINDE DES ISLAM.

Die 1.5 Milliarden Muslime dieser Welt sollten sich nicht länger für die Verbrechen einer winzigen Minderheit krimineller Terroristen schämen. Der Islam ist eine großartige Religion, auf die sie stolz sein sollten. Er ist viel größer als die terroristischen Winzlinge, die sich jeden Tag in die Schlagzeilen der Weltmedien drängen. Ich sage das gerade als bekennender Christ.

Der Islam hat mit Al Qaida und Co. nichts zu tun. Auch wenn westliche Politiker und islamisch maskierte Terroristen täglich das Gegenteil behaupten.

Euer Jürgen Todenhöfer

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