Ex-US-Außenministeriumsmitarbeiter Blum: „Sucht bloß nicht nach den ethischen Motiven in der US-Außenpolitik! So etwas ist in ihren Genen nicht vorgesehen! Um die US-Außenpolitik verstehen zu können, müssen wir uns von dem propagandistischen Ballast befreien, dem wir täglich ausgesetzt sind, meint der US-Historiker William Blum! Er arbeitete im US-Außenministerium und verließ es dann entsetzt! In seinem Buch: Zerstörte Hoffnung erläutert er uns, was die USA auf der Welt treiben:

“Für die meisten US-Amerikaner und all die Amerikophobilen dieser Welt ist so eine Sichtweise schwer nachzuvollziehen. Sehen sie doch die politischen Führungskräfte der USA täglich im Fernsehen, wie diese lächeln und lachen und scherzen; sie sehen sie mit ihren Familien, und sie hören, wie sie von Gott und Liebe sprechen, von Demokratie und Freiheit (..). Diese Politiker wissen, die Gräueltaten dieser Welt in deutlichen Worten zu verurteilen und sich dabei gerade so auszudrücken, wie es anständige Durchschnittsmenschen gerne hören; und sie sagen dies mit gerade dem richtigen Ton ehrlicher Anteilnahme in ihrer Stimme. Könnten solche Menschen Monster sein?

Eigenartig nur, dass die USA

– mehr als 50 Versuche unternahmen, fremde Regierungen zu stürzen, die Mehrheit davon  demokratisch gewählt
– Einmischungen in demokratische Wahlen in mehr als 30 Ländern
– mehr als 50 Attentatsversuche auf politische Führer fremder Länder
– Luftangriffe auf Bevölkerungen in mehr als 30 Ländern
– Maßnahmen zur Unterdrückung von Oppositionsbewegungen gegen unerträgliche Regime in mehr als 20 Ländern.

Auf jeden Fall führten all diese Aktionen zum unnatürlichen Tod vieler Millionen von Menschen und verurteilten weitere Millionen zu einem Leben voller Elend und Verzweiflung.

Solange Leiden und Sterben das imperiale Projekt voranbringen, solange die “richtigen” Leute, die “richtigen” Unternehmen damit ihren Reichtum und ihre Macht, ihre Privilegien und ihren Status mehren, solange Leiden und Sterben sie nicht selber – oder die ihnen Nahestehenden betreffen – ist es diesen Typen einfach egal, wenn Leiden und Sterben andere Menschen trifft und betrifft. Darin eingeschlossen blutjunge US-amerikanische Soldaten….“

Seite 759, 760 in Zerstörte Hoffnung

 

 

 

 

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