Wir sind gewöhnt, die US-Sicht der dortigen Eliten  über unsere Medien aufgerückt zu bekommen. Jetzt gibt es ein neues ungeheures Beispiel des Spiegels. Nur weil ich zufällig das Buch von William Blum: Zerstörte Hoffnung lese, habe ich die Manipulation erkennen können. Spiegel und andere enthüllen anhand von Akten des Bundesnachrichtendienstes, dass ehemalige Wehrmachtssoldaten und Waffen-SS-Leute Anfang der 50er Jahre eine Geheimarmee gebildet haben. Sie verschweigen aber, dass diese Armee von den  USA organisiert und trainiert wurde auf dem Gelände der US-Armee. Das hatte der hessische Ministerpräsident Zinn, der auf der Todesliste dieser Armee stand enthüllt.

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Er stand auf der Todesliste der US-trainierten Geheimarmee, der hessische Ministerpräsident, Geor-August Zinn

Um auf die Todesliste dieser Armee zu kommen reichte es, so folgert Blum, schon, wenn man sich gegen die Remilitarisierung Deutschlands einsetzte. Der Mord auf dem Ausbildungsgelände der Armee an einem Mann, der beschuldigt wurde “Brückenbauer zwischen dem Osten und dem Westen” zu sein, ließ die ganze Geheimarmee auffliegen. Die Amerikaner verhinderten jede weitere Untersuchung ihrer Tätigkeiten.

William Blum, ehemaliger Mitarbeiter im US-Außenministerium klärt uns darüber auf in seinem Buch: Zerstörte Hoffnung auf Seite 120, 121.

 

BND-AKTEN
Ehemalige Offiziere der Wehrmacht und SS planten Geheimarmee

Weltkriegsveteranen wollten nach einem Bericht ab 1949 eine 40.000 Mann starke Truppe aufbauen. Wie aus BND-Dokumenten hervorgeht, duldete Kanzler Adenauer die Aktion.

Die Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BDN) in Berlin

Die Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BDN) in Berlin  |  © dpa / Soeren Stache

Nach dem Zweiten Weltkrieg haben rund 2.000 ehemalige Offiziere der deutschen Wehrmacht und der Waffen-SS den Aufbau einer geheimen Armee von rund 40.000 Mann betrieben. Die Aktion habe ab 1949 hinter dem Rücken von Bundesregierung und Öffentlichkeit stattgefunden, berichtet das Magazin Der Spiegel unter Berufung auf freigegebene Unterlagen des Bundesnachrichtendiensts (BND). Hauptorganisator sei der spätere Bundeswehr-Heeresinspekteur Albert Schnez gewesen.

Waffen sollten demzufolge im Ernstfall aus Beständen der Bereitschaftspolizei kommen. Das Netzwerk von Schnez habe etwa Spenden bei Unternehmen eingeworben und mit Speditionen besprochen, welche Fahrzeuge diese zur Verfügung stellen konnten. Er habe auch einen sogenannten Abwehrapparat betrieben, der angeblich oder tatsächlich linksorientierte Bürger und Politiker wie den späteren SPD-Fraktionschef Fritz Erler bespitzelte. Bei einem Kriminalrat sei der Hinweis “Halbjude” notiert worden, berichtet die Süddeutsche Zeitung online.

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Die konspirative Schnez-Truppe wollte sich dem Bericht zufolge bei einem sowjetischen Angriff zunächst ins Ausland absetzen und dann von dort aus die Bundesrepublik “freikämpfen”. Zugleich habe sie sich auf einen Einsatz im Inland gegen Kommunisten vorbereitet, für den Fall eines Bürgerkriegs. Der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) habe spätestens 1951 von der Schnez-Truppe erfahren und die Organisation Gehlen – den Vorläufer des Bundesnachrichtendienstes (BND) – mit der “Betreuung und Überwachung” der Schattenarmee beauftragt. Es sei unklar, warum Adenauer nicht schärfer reagiert habe.

Laut sueddeutsche.de informierte Adenauer auch die damalige SPD-Parteigröße Carlo Schmid, dennoch sei fast nichts passiert. Was aus der Schattenarmee wurde, geht demnach aus den entdeckten Papieren nicht hervor. Viele Angehörige der Truppe seien später zur 1955 gegründeten Bundeswehr gegangen, darunter auch der erste Generalsinspekteur, Adolf Heusinger, und Hans Speidel, ab 1957 Nato-Oberbefehlshaber – und Schnez selbst.

Der Spiegel beruft sich auf freigegebene Unterlagen des Bundesnachrichtendienstes, die der Historiker Agilolf Keßelring eingesehen habe. Keßelring ist Mitarbeiter der unabhängigen Historikerkommission, die die Frühgeschichte des BND erforscht.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-05/bnd-akten-geheimarme

BND-Akten: Weltkriegsveteranen bauten geheime Armee auf

Wehrmachtsoldaten 1941 in Russland: Veteranen gründeten ab 1949 eine neue ArmeeZur Großansicht

Corbis

Wehrmachtsoldaten 1941 in Russland: Veteranen gründeten ab 1949 eine neue Armee

Ehemalige Wehrmachts- und Waffen-SS-Offiziere haben ab 1949 eigenmächtig eine Armee in Deutschland installiert. Das offenbaren jetzt freigegebene Unterlagen des BND. Nach Informationen des SPIEGEL sollte die Truppe 40.000 Mann umfassen.

Rund 2000 ehemalige Offiziere der deutschen Wehrmacht und derWaffen-SS betrieben nach Informationen des SPIEGEL ab 1949 den Aufbau einer Armee von rund 40.000 Mann. Die Aktion fand hinter dem Rücken von Bundesregierung und Öffentlichkeit statt. Hauptorganisator war der spätere Heeresinspekteur der Bundeswehr, Albert Schnez. Waffen sollten im Ernstfall aus Beständen der Bereitschaftspolizei kommen; ein Mitstreiter von Schnez hatte Zugriff darauf, weil er im Innenministerium arbeitete.

 

Das Netzwerk von Schnez warb Spenden bei Unternehmen ein, besprach mit Speditionen, welche Fahrzeuge diese zur Verfügung stellen konnten, und betrieb einen sogenannten Abwehrapparat. Dieser bespitzelte angeblich oder tatsächlich linke Bürger und Politiker wie den späteren SPD-Fraktionschef Fritz Erler.Die konspirative Schnez-Truppe wollte sich den SPIEGEL-Informationen zufolge bei einem sowjetischen Angriff zunächst ins Ausland absetzen und dann von dort aus die Bundesrepublik freikämpfen. Zugleich bereitete sie sich auf einen Einsatz im Inland gegen Kommunisten vor, für den Fall eines Bürgerkriegs.

Adenauer war ab 1951 informiert

 

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Der damalige BundeskanzlerKonrad Adenauer erfuhr spätestens 1951 von der Schnez-Truppe und beauftragte die OrganisationGehlen – den Vorläufer des Bundesnachrichtendienstes (BND) – mit der “Betreuung und Überwachung” der Schattenarmee. Es ist unklar, warum Adenauer nicht schärfer reagierte. Scheute er den Konflikt mit den Veteranen? Beim westdeutschen Geheimdienst gab es jedenfalls Bedenken dieser Art.Schnez hatte Verbindungen zum ehemaligen SS-Obersturmbannführer Otto Skorzeny, der ein ähnliches Projekt plante. Ein Abteilungsleiter der Organisation Gehlen warf die Frage auf, ob man es sich “leisten könne”, den Kampf gegen Skorzeny aufzunehmen. Der Geheimdienstler schlug laut SPIEGEL-Informationen vor, zunächst “die SS” zu fragen: “Sie ist ein Faktor, und wir sollten vor einem Entschluss die dortigen Auffassungen eingehend sondieren.” Offenbar übten Netzwerke von Alt- und Exnazis Anfang der Fünfzigerjahre erheblichen Einfluss aus.

Die Informationen stammen aus freigegebenen Unterlagen des Bundesnachrichtendienstes, die der Historiker Agilolf Keßelring beziehungsweise der SPIEGEL eingesehen haben. Keßelring ist Mitarbeiter der Unabhängigen Historikerkommission, die die Frühgeschichte des BND erforscht.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/veteranen-von-wehrmacht-und-ss-gruendeten-laut-bnd-geheime-armee-a-968727.html

http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/1000/k/k1952k/kap1_2/kap2_71/para3_11.html

Ministerpräsident Zinn hatte am 8. Okt. 1952 im Hessischen Landtag mitgeteilt, daß die hessische Polizei am 18. Sept. 1952 eine Geheimorganisation, die Anfang 1951 von Führern des Bundes Deutscher Jugend (BDJ) unter der Bezeichnung „Technischer Dienst des BDJ” gegründet worden sei, ausgehoben habe. Die Aufgabe dieser Organisation, deren 1000-2000 Mitglieder zum größten Teil ehemalige Offiziere der Luftwaffe, des Heeres und der Waffen-SS seien, habe darin bestanden, eine Partisanenorganisation zu schaffen, die im Falle einer sowjetischen Besetzung der Bundesrepublik Sabotageakte unternehmen und in Listen erfaßte Personen – darunter eine Reihe von Politikern der SPD – beseitigen sollte. Geldmittel und Waffen seien der Organisation von einem Amerikaner zur Verfügung gestellt worden, der auch die von ihr durchgeführten militärischen Lehrgänge überwacht habe.

 

http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/1000/k/k1952k/kap1_2/kap2_71/para3_11.html

http://de.wikipedia.org/wiki/William_Blum

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