Elf Verletzte bei Angriff auf britische Botschaft im Jemen

9. Mai 2014, 14:15

Angriffe auf Ausländer halten an – Tote bei Kämpfen zwischen Armee und Al-Kaida

Sanaa – Mutmaßliche Al-Kaida-Terroristen haben am Freitag in der Nähe der britischen Botschaft in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa einen Sprengsatz gezündet. Nach Informationen lokaler Medien wurden elf Soldaten verletzt, als die Bombe neben ihrer Patrouille detonierte. Am Vorabend hatten Unbekannte in der Hauptstadt Schüsse auf das Gebäude der Botschaft von Saudi-Arabien abgegeben. Die US-Botschaft war diese Woche aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen worden.

Bei Kämpfen zwischen der Armee und mutmaßlichen Mitgliedern von Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) kamen nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabiya in al-Beidha sechs Menschen ums Leben. In der Provinz Marib griffen Stammeskämpfer einen Militärstützpunkt an. Sie wollten damit die Auslieferung von Soldaten erzwingen, die kurz zuvor in Sanaa ein führendes Mitglied ihres Stammes getötet hatten.

In Sanaa waren in den vergangenen Wochen mehrfach Ausländer angegriffen worden, am Montag wurde ein französischer Sicherheitsmann der EU erschossen. Unterdessen wurde aus Sicherheitskreisen bekannt, dass der jemenitische Verteidigungsminister einen Al-Kaida-Anschlag überlebt habe. (APA, 9.5.2014)

Analyse der Situation in Jemen: