»Blätter« im Gespräch: Eurokrise, war da mal was?

Wie Angela Merkel Europa ruiniert
»Blätter« im Gespräch – mit Rudolf Hickel
24. April 2014, 20 Uhr in Berlin

Rudolf HickelSeit Beginn dieses Jahres hat der Krimkonflikt die Eurokrise völlig in den Hintergrund treten lassen. Und angesichts positiver Wachstumszahlen aus Spanien und Griechenland könnte man fast den Eindruck gewinnen, die Krise hätte eine Ende. Ist Angela Merkels Spardiktat also doch von Erfolg gekrönt – allen Unkenrufen zum Trotz? Sehen die Länder im Süden Europas endlich Licht am Ende des Tunnels?

Mitnichten, warnt der bekannte Ökonom, streitbare Publizist und »Blätter«-Mitherausgeber Rudolf Hickel, eine echte Wende zum Besseren ist nicht in Sicht. Denn die grundlegende Dynamik der Eurokrise ist längst nicht überwunden, im Gegenteil: Die harte Auflagenpolitik der Troika hat tragfähiges Wirtschaftswachstum verhindert und die ohnehin schwachen Südländer endgültig in die Knie gezwungen – mit verheerenden Folgen für immer größere Teile der Bevölkerung. Die Quittung dafür werden wir alle erhalten, nämlich bei den kommenden Europawahlen am 25. Mai – mit einem massiven Rechtsruck in ganz Europa.

Moderation: Albrecht von Lucke (»Blätter«-Redakteur)

Die neue Gesprächsreihe der »Blätter für deutsche und internationale Politik« startet am 24. April 2014 um 20 Uhr in der Buchhandlung Tucholsky, Tucholskystr. 47, 10117 Berlin. Der Eintritt ist frei.

Foto: Institut Arbeit und Wirtschaft, Universität Bremen