LechtsStattRinks – Montagsdemos – Brauner Sumpf vereint?

 

Lechts­Stat­tRinks – Mon­tags­de­mos – Brau­ner Sumpf ver­eint?

 

„Mon­tags­de­mons­tra­ti­on“: Ber­lin am ex­trem rech­ten Rand ge­lan­det – rechts-​po­pu­lä­re Red­ner statt of­fe­ne Bühne von unten – NPD und Stie­fel­na­zis klat­schen Bei­fall – An­griff auf Pots­da­mer Ab­kom­men

Die Os­ter­mon­tags­quer­front

Be­züg­lich der Dis­kus­si­on um die so­ge­nann­ten „Mon­tags­de­mons­tra­tio­nen“ trennt sich immer mehr die Spreu vom Wei­zen. War­fen die In­itia­to­rIn­nen frü­her noch ein schein­hei­li­ges „Nicht rechts – nichts links“ in den Ring, so po­si­tio­nie­ren sie sich bei ihrer zen­tra­len Kund­ge­bung in Ber­lin am Os­ter­mon­tag ein­deu­tig am ex­trem rech­ten Rand der Ge­sell­schaft. Neben Lars Mähr­holz und KenFM, über deren Wir­ken schon ge­nü­gend be­rich­tet wurde, spre­chen An­dre­as Popp und Jür­gen El­säs­ser. Zu An­dre­as Popps Ak­ti­vi­tä­ten be­rich­te­ten wir in un­se­rem Ar­ti­kel rech­te Frie­dens­be­we­gung AfD PdV & Ho­lo­caust. ATTAC geht in sei­ner Kri­tik an den rech­ten Kund­ge­bun­gen schwer­punkt­mä­ßig auf den Bezug Popps auf den füh­ren­den Wirt­schafts­theo­re­ti­ker der NSDAP Gott­fried Feder ein.

Der ehe­ma­li­ge NPD Vor­sit­zen­de Hol­ger Apfel lobte Jür­gen El­säs­ser für des­sen „Volks­in­itia­ti­ve gegen das Fi­nanz­ka­pi­tal“ und at­tes­tier­te ihm „NPD-​Po­si­tio­nen“ schreibt der „Stö­rungs­mel­der“ der Zeit. Zu El­säs­sers Ma­ga­zin Com­pact schreibt die Süd­deut­sche in einem Ar­ti­kel über seine „Fa­mi­li­en­kon­fe­renz“:

„Doch nicht nur mit dem Thema Fa­mi­lie geht das Ma­ga­zin frag­wür­dig um. Com­pact ist dafür be­kannt, Ver­schwö­rungs­theo­ri­en zu ver­brei­ten – etwa, dass Al-​Qai­da-​Chef Osama bin Laden ei­gent­lich CIA-​Agent war.“

Den mu­si­ka­li­schen Hö­he­punkt der Ver­an­stal­tung bie­tet die Quer­front­band „Die Band­brei­te“. Die­ses Jahr soll sie beim Pfingst­fes­ti­val der MLPD Ju­gend „Re­bell“ auf­tre­ten. 2009 war sie bei der 3. AZK in der Schweiz zu Gast, bei der auf spä­te­ren Ver­an­stal­tun­gen Ho­lo­caust­leug­ne­rIn­nen sowie An­dre­as Popp auf­tra­ten. Vi­de­os der Band fin­den sich auch auf Klagemauer.​tv. Die­ser In­ter­net­ka­nal soll laut der Info­sei­te Psiram.​com Ver­bin­dun­gen zu dem ein­schlä­gig be­kann­ten Schwei­zer Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker und Pre­di­ger Ivo Sasek, dem In­itia­tor der AZK, auf­wei­sen schreibt Media.​de in ihrem Ar­ti­kel Wie der Ukrai­ne-​Kon­flikt Ver­schwö­rungs­theo­ri­en an­heizt. Der Ar­ti­kel er­schien An­fang März, also vor den so­ge­nann­ten „Frie­dens­kund­ge­bun­gen“. Deren Grund­stein scheint somit in der ideo­lo­gi­schen Auf­be­rei­tung und Pro­pa­gie­rung durch u.a. AZK naher Me­di­en und Per­so­nen zu lie­gen. Im Schwei­zer Ta­ges­an­zei­ger ist zur AZK und Sasek ein sehr guter Ar­ti­kel er­schie­nen. Fol­gen­der Ab­schnitt dar­aus lässt star­ke As­so­zia­tio­nen mit dem Ab­lauf der „Mon­tags­de­mons­tra­tio­nen“ bei uns auf­kom­men:

„In sei­ner Be­grüs­sungs­an­spra­che be­ton­te Sasek, der von sei­nen rund 1500 An­hän­gern in der Schweiz und Deutsch­land als Pro­phet Got­tes ver­ehrt wird, dass die AZK in Chur ein hohes An­se­hen ge­nies­se, und er pran­ger­te eine «Mei­nungs­ma­ni­pu­la­ti­on» durch die Me­di­en an. Seine Or­ga­ni­sa­ti­on be­zeich­net er als Eu­ro­pas gröss­te Platt­form für un­zen­su­rier­te In­for­ma­ti­on. Ziel sei es, das Volk zu er­we­cken, damit es zum Licht­trä­ger und Kampf­trupp der Wahr­heit werde. «Ich bin stark durch die Wahr­heit», rief er und for­der­te das Pu­bli­kum auf, den Leit­spruch im Sprech­chor zu wie­der­ho­len.“

Die WAZ ti­telt zur Band­brei­te tref­fend „Von rink nach lechts“. Eine aus­führ­li­che Kri­tik der Band fin­det sich bei An­ti­fa­schis­mus 2.0.

Zwei­ter mu­si­ka­li­scher Akt ist der ös­ter­rei­chi­sche Truth-​Rap­per „Kilez More“, der schon mit der „Band­brei­te“ zu­sam­men ver­öf­fent­lich­te. Im Sep­tem­ber 2012 trat er bei der von dem PdV nahem „Ak­ti­ons­bünd­nis Di­rek­te De­mo­kra­tie“ an­ge­mel­de­ten An­ti-​ESM De­mons­tra­ti­on in Karls­ru­he auf. Dort sprach die da­ma­li­ge Vor­sit­zen­de der „Zi­vi­len Ko­ali­ti­on“ und heu­ti­ge Eu­ro­pa­par­la­ments­kan­di­da­tin der markt­fun­da­men­ta­lis­ti­schen AfD, die re­ak­tio­nä­re Bea­trix von Storch. Gegen das Ehe­paar von Storch lie­gen Straf­an­zei­gen wegen Un­ter­schla­gung, Ver­un­treu­ung von Spen­den­gel­dern vor.

Vom Mas­sen­mör­der zum
Frie­dens­en­gel?

Die of­fe­ne Aus­rich­tung nach Rechts blieb auch bei den Nazis nicht un­be­ach­tet. Wäh­rend sich Stutt­gart klar von rechts ab­grenz­te und aus der bun­des­wei­ten Ko­or­di­na­ti­on flog, wer­den in Mag­d­e­burg offen Pla­ka­te mit neo­na­zis­ti­schen Pa­ro­len ge­tra­gen. Zwi­schen den Po­si­tio­nen bei­der Städ­te dürf­ten die rest­li­chen Ver­an­stal­tun­gen lie­gen. Viele der Men­schen, wel­che diese be­su­chen, wol­len ei­gent­lich für Frie­den und gegen einen dro­hen­den Krieg in der Ukrai­ne auf die Stra­ße gehen. Und mehr Men­schen wür­den kom­men, wenn sie wie in Stutt­gart si­cher wären, dass Nazis auf den Kund­ge­bun­gen nicht ge­dul­det wer­den. Zwi­schen 600 und 1.​000 sind es dort ge­we­sen.

In vie­len Städ­ten ist die Lei­tung der De­mons­tra­tio­nen al­ler­dings in den Hän­den eines Spek­trums ähn­lich der kom­men­den Red­ner­lis­te der Ber­li­ner am Os­te­mon­tag. Gen­de­rung ist hier nicht not­wen­dig. Aus­schließ­lich Män­ner – meist mitt­le­ren Al­ters – wol­len dort das Beste vom Bes­ten ihrer geis­ti­gen Leis­tung an den Mann und die Frau brin­gen. Das an­ti-​fe­mi­nis­ti­sche Roll­back ge­hört in die­ser Szene schon längst zum guten Ton. Als Haupt­ak­ti­vis­ten der Ber­li­ner Mahn­wa­che sind uns bis­her nur Män­ner be­kannt, die un­gern das „Ruder“ aus der Hand geben und sich von po­pu­lä­ren und um­strit­te­nen Red­nern ab­hän­gig ma­chen. Die ver­meint­lich „of­fe­ne Bühne“ gibt es in Ber­lin nicht.

Die NPD ist über die neue Be­we­gung very amu­sed. Vor allen der baye­ri­sche Ver­band mit ihrem Lan­des­vor­sit­zen­den Karl Rich­ter. „Es war ab­so­lut rich­tig, vor­letz­te Woche an der Frie­dens­de­mons­tra­ti­on gegen die west­li­che Ein­mi­schung in der Ukrai­ne auf dem Sta­chus teil­zu­neh­men – jetzt hat es sich bis zum On­line-​Por­tal „te­le­po­lis“ her­um­ge­spro­chen. Wir wer­den es bei der nächst­bes­ten Ge­le­gen­heit wie­der tun“ schrei­ben die Rechts­ex­tre­mis­tIn­nen auf ihrer FB-​Sei­te. Sie prä­sen­tie­ren dort das Video ihres Lan­des­vor­sit­zen­den und BIA-​Stadt­rats Karl Rich­ter zum Ukrai­ne Kon­flikt und freu­en sich dar­über, dass er in­zwi­schen auf „sa­gen­haf­te 60.​000 Zu­grif­fe“ ge­kom­men sei.

Zur Po­pu­la­ri­tät des Vi­de­os des stell­ver­tre­ten­den Bun­des­vor­sit­zen­den der NPD und ehe­ma­li­gen Che­fre­dak­teurs der Par­tei­zei­tung „Deut­sche Stim­me“, Karl Rich­ter, dürf­te nicht un­we­sent­lich der als In­itia­tor der Mon­tags­de­mos be­kannt­ge­wor­de­ne Lars Mähr­holz bei­ge­tra­gen haben. Auf einer gan­zen Seite sei­ner Home­page hat er Rich­ter po­si­tiv, als Volks­ver­tre­ter, der auf­wacht, dar­ge­stellt und sein Video prä­sen­tiert. >Nach er­folg­ter Kri­tik im Netz lösch­te Mähr­holz die Seite erst­mal kom­men­tar­los. In einer auf den Face­book­sei­ten der Mon­tags­de­mons­tra­tio­nen kur­sie­ren­den An­fra­ge von Ste­phan M. an Lars Mähr­holz wird des­sen Um­gang mit Karl Rich­ter kri­ti­siert:

„Da Sie auch jour­na­lis­ti­sche tätig sind (waren) – Jour­na­lis­ten­ver­band – gehe ich davon aus, dass Sie zu Karl Rich­ter auch vor­her zu­min­dest durch einen Klick auf wi­ki­pe­dia re­cher­chiert haben. Zur Re­cher­che rufen Sie ja ihre Leser auch selbst auf.

„Die ver­link­ten Web­sei­ten, Ar­ti­kel, Filme und alles Wei­te­re geben nicht zwin­gend in allen Punk­ten meine ei­ge­ne Mei­nung wie­der“ schrei­ben Sie. Es geht aber nicht um die In­hal­te, um die Mei­nung, die Rich­ter in dem Video ver­tritt, es geht darum, dass einer der höchs­ten NPD Kader Deutsch­lands, Karl Rich­ter, als Per­son po­si­tiv dar­ge­stellt und hof­fä­hig ge­macht wird. Viel bes­ser kann für den baye­ri­schen NPD Vor­sit­zen­den mei­ner Mei­nung nach kaum mehr ge­wor­ben wer­den.

Eine ein­sei­ti­ge Prä­sen­ta­ti­on des NPD-​Vi­ze Karl Rich­ter kann von allen Nazis als Ein­la­dung ver­stan­den wer­den, sie seien will­kom­men. Mit allen Nazis meine ich nicht nur NPD­ler son­dern auch die aus den Ka­me­rad­schaf­ten. Zu die­sen, zum Frei­en Netz Süd , zu Rech­ter­ro­ris­ten, die das Jü­di­sche Mahn­mal Mün­chen in einem Spreng­stoff­at­ten­tat in die Luft spren­gen woll­ten, hat Rich­ter Be­zie­hun­gen und tritt immer wie­der ge­mein­sam auf Kund­ge­bun­gen und De­mons­tra­tio­nen u.a. der BIA auf.“

In einem Video nahm Mähr­holz Stel­lung zu dem ge­pos­te­ten Video Rich­ters Stel­lung – tran­skri­biert wurde es von dem neuen Blog Mon­tags­quer­front­watch.

„Und da hab ich mir im In­ter­net halt alles an­ge­guckt, was ich fin­den konn­te und … unter an­de­rem halt auch die­ses Video, die­ses wirk­lich wirk­lich kurze Video, von einer Per­son, die ich nicht kenne und nicht kann­te, die aber ganz klar zwei/drei echt wahre Sätze ge­spro­chen hat. Und ich hab das Video ohne Kom­men­tar ein­fach in mein Blog ver­linkt. Ich hab nicht mal was dazu ge­schrie­ben. Und über­all in mein Blog steht auch drin, dass man sich in­for­mie­ren soll, dass man sich seine ei­ge­ne Mei­nung bil­den soll. Und wie ge­sagt, das was er sagt, stimmt. Lei­der! Ich weiß gar nicht wieso das „lei­der“ ist.

Wir leben heute in einer Zeit, in der die Rich­tig­keit der In­for­ma­ti­on fast wich­ti­ger ist, als der­je­ni­ge, der sie über­bringt. Wo man sonst nur be­lo­gen wird, in den öf­fent­li­chen Me­di­en, in den öf­fent­lich-​recht­li­chen Me­di­en, in Zei­tun­gen, Zeit­schrif­ten, Radio und Fern­se­hen.

Es ist schon er­schre­ckend, dass es ein rech­ter Po­li­ti­ker an­schei­nend ist, der als ein­zi­ger sagt, was Phase ist. – Echt er­schre­ckend. Ich würde mir wün­schen, dass viel mehr Po­li­ti­ker sagen, was wirk­lich los ist. Und nicht ir­gend so eine rech­te Socke.“

Was treibt Mehr­holz da in sei­ner Stel­lung­nah­me? „Wir leben heute in einer Zeit, in der die Rich­tig­keit der In­for­ma­ti­on fast wich­ti­ger ist, als der­je­ni­ge, der sie über­bringt.“ Mit der Logik kann dann ein füh­ren­der NPD-​Po­li­ti­ker po­si­tiv mit der so­ge­nann­ten in­halt­lich wah­ren Nach­richt dar­ge­stellt wer­den. Auch wenn Mähr­holz ihn nun er­freu­li­cher­wei­se „rech­te Socke“ nennt. Ob er „das Video ohne Kom­men­tar ein­fach in“ sei­nem „Blog ver­linkt“ hat oder nicht, dazu ist ein Screen­shot die­ser Seite si­cher­lich hilf­reich:

Das ist das Er­schre­cken­de! Diese Dar­stel­lung des NPD­lers! Und die an­schei­nen­de man­geln­de Re­cher­che, zu der er aber alle an­de­ren auf­for­dert! In­ter­es­sie­ren tut Mähr­holz schein­bar auch nicht, aus wel­chem Grund Karl Rich­ter Stel­lung be­zieht. Der stell­ver­tre­ten­de NPD Bun­des­vor­sit­zen­de macht auf sei­ner FB-​Sei­te gegen das Pots­da­mer Ab­kom­men Front. Mit dem Krim Re­fe­ren­dum ist für ihn „das Dogma von der Un­ver­änd­lich­keit der Gren­zen in Eu­ro­pa“ be­en­det. Unter dem fol­gen­den Text prangt quasi eine Karte Groß­deutsch­lands in Form einer Karte der Be­sat­zungs­zo­nen. In der dar­un­ter fol­gen­den Dis­kus­si­on be­haup­tet er dann frech „Ich habe ja auch gar keine Grenz­de­bat­te ge­führt.“:

„Das wird span­nend. Wir mer­ken nur rein si­cher­heits­hal­ber an: auch die Gren­zen Deutsch­lands, die die Sie­ger in Pots­dam – oh­ne­hin nur pro­vi­so­risch – ge­zo­gen haben und die deut­sche Nach­kriegs­po­li­ti­ker ohne Not für un­ver­än­der­lich er­klärt haben, sind seit dem 16. März 2014 ein gutes Stück hin­fäl­li­ger ge­wor­den. Wir kom­men dar­auf zu­rück, wenn es so weit ist.“

Am 17. April be­grüßt die Bun­des-​NPD auf Ihrer FB-​Sei­te die Mon­tags­de­mons­tra­tio­nen, stellt sich als An­ti-​Kriegs­par­tei dar und kri­ti­siert die Be­hand­lung der Kund­ge­bun­gen durch die Me­di­en.

Das NPD und Ka­me­rad­schaf­ten ver­ei­nen­de Por­tal EX K3 greift die „Mon­tags­de­mons­tra­tio­nen“ in meh­re­ren dort prä­sen­tier­ten Ar­ti­keln auf. Mit Aus­sa­gen wie Wie die Main­stream-​Me­di­en aus Frie­dens­ak­ti­vis­ten an­ti­se­mi­ti­sche und rechts­po­pu­lis­ti­sche Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker ma­chen“ so­li­da­ri­sie­ren sie sich mit den ver­meint­li­chen „Frie­dens­kund­ge­bun­gen“. Gleich neben dem Ar­ti­kel wird für ein Kon­zert der „Lu­ni­koff Ver­schwö­rung“ge­wor­ben. Die ehe­ma­li­ge Band des Sän­gers Micha­el Re­ge­ner,„Land­ser“, wurde 2003 vom Ber­li­ner Kam­mer­ge­richt als erste Mu­sik­grup­pe zur kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung er­klärt und ver­bo­ten.

Es wird sich dort mit KenFM und Jür­gen El­säs­ser so­li­da­ri­siert – siehe unser Ti­tel­fo­to. Unter der Über­schrift „Mon­tags­de­mos wird am 19. April ein Ar­ti­kel aus dem „Etschlich­ter-​Blog“ über­nom­men. Es wird sich ge­freut: An­ti­se­mi­tis­mus und Rechts­ex­tre­mis­mus wird end­lich wie­der ge­sell­schafts­fä­hig. „Denn jeder, den die­ses Sys­tem als “An­ti­se­mit” und “rechts­ex­trem” be­zeich­net, macht prin­zi­pi­ell etwas rich­tig“ steht in dem Ar­ti­kel zu lesen und zur In­fil­tra­ti­on auf­ge­ru­fen: „be­tei­ligt euch in den neuen Grup­pen. So kön­nen wir un­se­re Sicht­wei­sen einem brei­te­ren Pu­bli­kum dar­le­gen.“

 

Selbst im Stie­fel­na­zi­por­tal Al­ter­me­dia wird po­si­tiv auf die so­ge­nann­ten Frie­dens­ak­ti­vi­tä­ten re­agiert. In einem dort ver­öf­fent­lich­ten Text des Dort­mun­der Kreis­ver­ban­des der rechts­ex­tre­men Par­tei „Die Rech­te“ wird ver­kün­det, dass „ein Groß­teil der Po­si­tio­nen von na­tio­na­len Grup­pie­run­gen ge­tra­gen“ werde und von der Mög­lich­keit ge­spro­chen, „an die Pro­tes­te an­zu­knüp­fen und nach Mög­lich­kei­ten zu un­ter­stüt­zen“

 

Al­ter­me­dia Stam­mu­ser Ede P. hat„schon mit vie­len Leu­ten ge­spro­chen, die selbst zu den Or­ga­ni­sa­to­ren die­ser Demos ge­hö­ren. Die ste­hen der Flu­tung durch Aus­län­der, der Herr­schaft der Ka­pi­ta­lis­ten, dem Vor­ge­hen un­se­rer BRiD-​Dik­ta­tur und vie­len wei­te­ren un­se­rer Pläne po­si­tiv ge­gen­über. Ich denke, das wir diese Demos und Grup­pie­run­gen si­cher­lich auch in un­se­rem Sinne nut­zen kön­nen“ stellt er in einem Kom­men­tar klar.

 

Die Par­tei „Die Rech­te“ selbst be­steht in Dort­mund haupt­säch­lich aus Mit­glie­dern der 2012 ver­bo­te­nen Ka­me­rad­schaft „Na­tio­na­ler Wi­der­stand Dort­mund“. Kreis­vor­sit­zen­der ist Sieg­fried „SS Siggi“ Bor­chardt, der in 80ern als An­füh­rer der be­rüch­tig­ten Bo­rus­sen­front und Funk­tio­när der in­zwi­schen ver­bo­te­nen Par­tei FAP fun­gier­te.

Wei­te­re Ar­ti­kel und Stel­lung­nah­men zur rechts­of­fe­nen Frie­dens­be­we­gung sind auf un­se­rer Face­book-​Sei­te zu fin­den

Bür­ge­rin­nen und Bür­ger gegen ex­tre­me Rech­te

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6 Antworten auf „LechtsStattRinks – Montagsdemos – Brauner Sumpf vereint?“

  1. chaoscommander20. April 2014 um 21:02 Uhr

    Die Bandbreite, Kilez More.. Querfront? Was für ein Bullshit. Alles, was mit Verschwörungstheorien zu tun hat, ist rechts? Jeder, der den Kapitalismus angreift ist struktureller Nazi weil man damit ja indirekt etwas gegen Juden haben könnte? Ich kann es nicht mehr hören!

  2. Lemgone20. April 2014 um 22:00 Uhr

    Einfach lächerlich! Traurig wie sich fast sämtliche Antifaschisten bei dem Thema vor den Systemkarren spannen lassen. Einer schreit laut „Nazi“ und alle dreschen drauf los. Ken FM sowie alle anderen Mitorganisatoren der Montagsdemos haben sich mehrfach von Rechtsextremismus distanziert.
    Hier wird das alte Spiel „Teile und Herrsche“ gespielt und Ihr merkt es nichtmal! Kritik am Zins- und Zentralbanksystem = Antisemitismus! Na besten Dank auch, Denk und Kritikverbote hatten die Nazis auch. Wo ist da der Unterschied?

  3. hamblu21. April 2014 um 2:26 Uhr

    Lesenswerter Artikel!
    Ob ihn die „“”Kritiker“”“ wirklich gelesen haben?

  4. wsfgl?21. April 2014 um 4:04 Uhr

    Immer wieder faszinierend, mit welch tiefgründigen und scharfsinnigen Analysen die Jebsenkonsumenten die von ihnen beanstandeten Artikel auseinanderpflücken.

  5. Michael21. April 2014 um 13:28 Uhr

    Ich lach mich krank! Nun sind alle die gegen Kapitalismus und Krieg sind „Natzis“! Habt Ihr sie nicht mehr alle? Die Amerikanische Regierung und auch die Deutsche Regierung hetzen mit Hilfe der verlogenen Medien gegen Russland und unterstützen eine „Regierung“ in Kiew wo ja bekanntlich Rechtsextremisten sitzen! Und was ist verferlich daran die großen Banken zu kritisieren? Sie verdienen doch auch kräftig mit an einer Auseinandersetzung! !!!
    Persönlich habe dort keine Rechten oder linken gesehen. …es sind ganz normale Bürger!
    Aber wer Angst vor dem System hat muss eben kuscheln!
    89 waren die Menschen die auf die Straße gingen als „Konterrevolutionäre“ bezeichnet wurden heute sollen es „Neu Faschisten “ sein wie die Ditfurt die Menschen bezeichnet!

  6. Ein Mensch21. April 2014 um 22:46 Uhr

    Was für einen Schwachsinn ihr so schreibt. Alle reißen sie das Maul auf und brüllen „Nazis“ „Neu-Rechte“ „Antisemiten“ usw… die NPD (Welche ich durch und durch ablehne) versucht natürlich davon zu profitieren. Sie versuchen nun sich diese Friedensdemos zu nutze zu machen. Leider haben die Meinstream-Medien und auch die Parteien (CDU,SPD,Grüne,Linke oder die Piraten) scheinbar vergessen, das es Ihre Wähler sind, welche dort auf die Straße gehen. Ich pfeife drauf was die Medien oder Pseudo-Gutmenschen über die Demos an Lügen verbreiten. Ich war heute am Potsdamer Platz um mir selbst ein Bild davon zu machen. Ich selbst,wählte bisher immer Links,kann also behaupten mit der Rechten Szene nichts am Hut zu haben, so wie Tausende andere Menschen die dort waren ebenfalls. Diese so zu diffamieren…. schämt euch !!!

    Bürgerinnen und Bürger gegen extreme Rechte: Hat Sie die Anwesenheit der NPD-Kader auch nicht gestört?

    Tagesspiegel

    Landesvorsitzender Sebastian Schmidtke auf Montagsdemo

    http://bubgegenextremerechte.blogsport.de/2014/04/20/lechtsstattrinks-montagsdemos-brauner-sumpf-vereint/