Immer auf Putin? – Breite Kritik an Medien

Ein Demonstrationsteilnehmer in Kiev hat sich die ukrainische Fahne umgebunden und hält die Faust auf sein Herz. © picture alliance / dpa Fotograf:  Andrey SteninDetailansicht des BildesSehen Journalisten die Krisen in der Ukraine und auf der Krim zu sehr durch eine “West-Brille”?Egal ob die Krise in der Ukraine oder auf der Halbinsel Krim: Die Berichte über Putins Politik in deutschen Medien sorgen für Aufregung. Denn viele Menschen vertreten eine deutlich andere Meinung als die, die von Seiten der Politik etabliert oder von Medien abgebildet wird. Beim Thema Russland scheint es eine große Kluft zu geben zwischen dem was Journalisten schreiben und dem was viele Leser denken. Eine Erklärung vieler Journalisten: Die Menschen sehen die Bösen mittlerweile nicht mehr im Osten, sondern im Westen, in Washington, bei der NSA, im Pentagon. Deswegen verteidigen sie Russland.

Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit: Vielleicht ist es ja umgekehrt. Vielleicht ist die Berichterstattung tatsächlich ein wenig einseitig. Gabriele Krone-Schmalz, langjährige ARD-Korrespondentin in Moskau, lehrt mittlerweile Journalistik in Iserlohn. Die breite Kritik an der Medienberichterstattung kann sie durchaus nachvollziehen.

 

INTERVIEWS
Gabriele Krone-Schmalz © NDR

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“Das darf nicht sein”

16.04.2014 | 23:20 Uhr

Bei der Berichterstattung über den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland gäbe es “entlarvende Automatismen”, erklärt die Dozentin für Journalistik, Gabriele Krone-Schmalz.

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Friedbert Meurer vom Deutschlandfunk © NDR

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“Da brodelt etwas”

16.04.2014 | 23:20 Uhr

Die heftige, aggressive Kritik habe ihn überrascht, meint Friedbert Meurer, Ressortleiter “Zeitfunk” beim Deutschlandfunk. Aber man müsse das ernst nehmen.

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Da derzeit besonders kontrovers über die Politik Putins diskutiert wird, erreichen viele Redaktionen – egal ob Zeitungen, Fernseh- oder Radiostationen – derzeit offenbar kampagnengesteuert massenhaft Leserbriefe oder Postings in Sozialen Medien. Sie kommen von Kritikern, die den Medien massive Manipulation vorwerfen. Zu den kritisierten Sendern gehört auch der Deutschlandfunk. Ressortleiter Zeitfunk Friedbert Meurer war überrascht über die heftige, aggressive Kritik.

 

HINTERGRUND
Die Zeitungsbeilage "Russland Heute" liegt auf einer Computer-Tastatur © NDR

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“Russland hinter den Schlagzeilen”

Die Zeitungsbeilage “Russland Heute” liefert nur auf den ersten Blick Informationen. Beim zweiten Blick zeigt sich: Sie ist Teil einer russischen Imagekampagne. mehr

Menschen auf dem Maidan in Kiew © NDR

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Ukraine – Berichterstattung durch die West-Brille?

05.03.2014 | 23:20 Uhr

Putins Propaganda: Russische Medien sind sein Sprachrohr. Aber auch bei uns gibt es Diskussionen, ob deutsche Medien hinreichend ausgewogen über die Ukraine berichten.

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http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/ukraine419.html

Ukraine-Konflikt: Argumente Russlands scheitern im Westen an Zensurwand

Thema: Regelung der Krise in der Ukraine

Ukraine-Konflikt: Argumente Russlands scheitern im Westen an Zensurwand

17:52 16/04/2014
MOSKAU, 16. April (RIA Novosti).

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konfliktes wirft der Kreml westlichen Medien Zensur vor. Sämtliche Versuche Russlands, seine Haltung mit Argumenten zu untermauern, schaffen es nicht durch die Zensurwand des Westens, so Präsidentensprecher Dmitri Peskow.

Die Menschen im Westen seien der freien Informationswahl beraubt, konstatierte Peskow am Dienstag gegenüber dem Nachrichtensender Vesti24. Präsident Wladimir Putin, Regierungschef Dmitri Medwedew, Außenminister Sergej Lawrow, aber auch Parlamentarier nähmen jede Gelegenheit wahr, um die russische Haltung zu erklären und Gerüchte zu zerstreuen. „Doch gehen diese Erklärungen nicht durch. Und das nicht, weil sie etwa haltlos wären. Im Gegenteil: Die Position Russlands ist durchaus konsequent und argumentiert. Sie stößt aber an die Betonwand der Zensur. So etwas haben wir noch nie erlebt und auch nie gedacht, dass so etwas überhaupt möglich ist.“

http://de.ria.ru/politics/20140416/268289146.html