Charlie Chaplin zählt zu den einflussreichsten Komikern des 20. Jahrhunderts. Er hat in unzähligen Filmen gespielt und war auch als Regisseur und Produzent tätig. (1931, City Lights).

http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/film/bildstrecke/125-geburtstag-von-charlie-chaplin-1.18284049

Im Oktober 1947 musste Chaplin wiederholt vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe (House Un-American Activities Committee) aussagen, und der FBI-ChefJ. Edgar Hoover, ein erbitterter Gegner Chaplins, versuchte, diesem die Aufenthaltsgenehmigung zu entziehen. In den 1930er/1940er Jahren konnte man sich in den USA bereits mit der spöttischen Hinterfragung der herrschenden Gesellschaftsordnung als marxistisch oder kommunistisch verdächtig machen. Chaplin sah sich als Weltbürger. Charles Chaplin warliberal, kritisch und Pazifist und passte damit nicht in das gängige Bild, das die Regierung von einem Filmstar erwartete. Chaplin war in der Bevölkerung überaus beliebt und parodierte hintergründig auch die amerikanische Gesellschaft und wurde dadurch dem Staatsapparatverdächtig. Ihm wurde mangelnde Verfassungstreue vorgeworfen. In den 1930er/1940er Jahren konnte man sich in den USA bereits mit der spöttischen Hinterfragung der herrschenden Gesellschaftsordnung als marxistisch oder kommunistisch verdächtig machen. Am 17. September 1952 verließ Chaplin die Vereinigten Staaten für einen Kurzbesuch in England. Anlass war die Weltpremiere seines dort spielenden FilmsRampenlicht. Es war die Zeit zu Beginn der McCarthy-Ära, und da das FBI unter Hoover ihn „unamerikanischer Umtriebe“ verdächtigte, erreichte der FBI-Chef beimImmigration and Naturalization Service am 18. September den Widerruf von Chaplins Wiedereinreisegenehmigung in die Vereinigten Staaten. Erst 1996, detaillierter 2003, wurde bekannt, dass George Orwell einer Bekannten zuliebe dem Information Research Department (IRD), einer 1948 gegründeten Sonderabteilung des Britischen Außenministeriums zur Bekämpfung kommunistischer Infiltration, 1949 eine Liste mit den Namen von 38 Schriftstellern und Künstlern übergeben hat, die er prokommunistischer Tendenzen bezichtigte. Hauptsächlich enthielt diese Liste die Namen von Journalisten, jedoch stand unter anderem auch Chaplin darauf.

http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Chaplin

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