Venezuela: Regierung und Opposition einigen sich auf Verhandlungen

9. April 2014, 10:20
  • Präsident Nicolas Maduro bei einem Treffen mit den acht Außenministern der UNSAUR. Mit der venezolanischen Opposition wurden Verhandlungen vereinbart. vergrößern 800×533
    foto: epa/miraflores press

    Präsident Nicolas Maduro bei einem Treffen mit den acht Außenministern der UNSAUR. Mit der venezolanischen Opposition wurden Verhandlungen vereinbart.

Nach wochenlangen Protesten sind nun Gespräche unter Vermittlung von UNASUR und Vatikan geplant

Caracas – Venezuelas Präsident Nicolas Maduro und Vertreter der Opposition haben sich auf einen Dialog zur Beendigung der seit Wochen anhaltenden regierungskritischen Proteste geeinigt. Die Verhandlungen sollten öffentlich stattfinden und zeitnah beginnen, sagte Vizepräsident Jorge Arreaza am Dienstag nach einem Gespräch Maduros mit einer Abordnung der Regierungsgegner.

Die Verhandlungen sollen am Donnerstag unter Vermittlung der Union Südamerikanischer Staaten (UNASUR) und des Vatikans beginnen. Maduro selbst betonte, er werde sich dafür einsetzten, dass der nun eingeschlagene Weg zum Frieden in Venezuela führen werde. Das politische Projekt der sozialistischen Regierung stehe aber nicht zur Disposition. “Ich wäre ein Verräter, wenn ich über die Revolution verhandeln würde”, sagte der Staatschef.

Der Generalsekretär des Oppositionsbündnisses Tisch der Demokratischen Einheit (MUD), Ramón Guillermo Aveledo, erklärte, die Opposition habe einem Dialog “auf der Basis von gegenseitigem Respekt” zugestimmt. Maduro hatte sich nach Gesprächen mit einer Delegation von acht Außenministern der UNSAUR bereits am Dienstag zu ersten Gesprächen mit MUD-Vertretern getroffen.

Venezuela wird seit Anfang Februar von Protesten überwiegend junger Demonstranten gegen die sozialistische Regierung erschüttert. Diese richten sich gegen die verbreitete Kriminalität, die grassierende Korruption und die häufigen Versorgungsengpässe. Immer wieder gibt es dabei Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, bei denen bisher mindestens 39 Menschen getötet und mehr als 600 weitere verletzt wurden. Zuletzt ging die Intensität der Proteste zurück. (APA, 9.4.2014)

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