Zerfall-Prozess

File:Ken Jebsen und Steffen Schwarzkopf.jpg

Die Rechnung der NATO scheint aufzugehen. Allerdings nicht mit dem erwarteten Ergebnis.

Angetreten war das Angriffsbündnis mit der Think-Tank-Idee, den Kontinent Eurasien zu spalten.

Ein neuer Kalter Krieg sollte her, bei dem die Fronten wieder klar gewesen wären. Die Sowjetunion, zumindest was davon noch übrig ist, und die Partner Moskaus – die Russische Föderation – sollten wieder werden, was Ronald Reagan damals formulierte: „Das Reich des Bösen“
http://tinyurl.com/q77nbqo

Der Zünder zu dieser Bombe sollte die Ukraine sein. Die Ukraine ist ein Schlüsselstaat auf diesem Kontinent. Das Land verbindet Russland mit Europa und stellt damit eine Weiche dar.
Es verbindet nicht nur die politischen Gleise zwischen der EU und der russischen Föderation, sondern ist vor allem auch der Türöffner von Asien nach Europa und umgekehrt.

Ein häufigeres Nutzen dieser Tür Ukraine hätte Folgen für die Nachbarschaft. Sie würde erheblich verbessert, auf dem gesamten Kontinent. Exakt das aber ist nicht gewollt, denn es widerspricht der DNA eines jeden Imperiums:

Teile und Herrsche.

Nur wenn die USA als Headquarter der NATO es schaffen, dass man sich in Eurasien spinnefeind bleibt, können sie ihren Hebel der Macht ansetzen, der immer auch mit weiteren Militärbasen in Europa einhergeht.

Durch die gezielte Destabilisierung kam es zum Putsch in der Ukraine. Statt der kompletten NATO-Übernahme des Landes reagierte Moskau spontan.

Es unterstützte die Krim dabei, wieder in die Russische Föderation zurückzukehren. Die Krim war bis 1954 offizieller Teil Russlands.
http://www.welt.de/geschichte/article125628675/Und-ploetzlich-gehoerte-die-Krim-zur-Ukraine.html

Nach den Wahlen auf der Krim entschlossen sich über 96% der Bewohner dort, unabhängig zu werden, Kiew Lebewohl zu sagen und sich, vor die Wahl EU oder Russische Zollunion gestellt, für die russische Option zu entscheiden.
Der Westen, vertreten vor allem durch die NATO, sprach von Wahlmanipulation. Einschüchterung durch Soldaten. Alles Humbug. KenFM sprach mit einem Wahlbeobachter aus Österreich, der Teil einer ganzen Delegation war. Sein Fazit: Nie lief eine Wahl fairer ab. Die Menschen wollten einfach weg von der korrupten Kiew-Regierung, powered bei NATO.
https://www.youtube.com/watch?v=47GhjL51TDc

Mit dem Wegfall der Krim hat sich das Zocken um die Ukraine für die NATO nicht wirklich gelohnt, denn zur Krim selber gehört vor allem der russische Militärstützpunkt Sevastopol, um den es Moskau vor allem ging. Ohne die Marinebasis Sevastopol hätte Moskau enorme Probleme, seine Handelswege im Schwarzen Meer zu verteidigen.
http://www.dw.de/marine-experte-krim-ist-russlands-sprungbrett-ins-mittelmeer/a-17463353

Aber der Zerfallsprozess geht weiter. Aktuell scheint es zu enormen Unruhen in der Ostukraine zu kommen. Das Donez-Becken. Hier handelt es sich um eine Art Ruhrpott der Ukraine. Im Donez-Becken findet sich der größte Teil der ukrainischen Schwerindustrie, die zu einem erheblichen Teil russische Teilhaber kennt. Auch diese Region scheint sich nach dem Abschied der Krim aus der Ukraine lösen zu wollen. Ein weiterer Freistaat entsteht also. Und auch er sieht sich eher an der Seite Moskaus.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-krise-demonstranten-in-donezk-rufen-souveraene-republik-aus-a-963010.html

Aktuell fordern die Ostukrainer ein Referendum. Sie wollen, genau wie die Krim, über die Wahlurne abstimmen lassen, was aus ihrer Region werden soll. Eine souveräne Volksrepublik ist das Ziel. Weg von NATO-Kiew, hin zur Russischen Föderation.

Die Bürgerkriegsgefahr in der Ukraine und damit die Kriegsgefahr zwischen NATO und Russland steigt damit weiter an. Alarmstufe Rot.

Verantwortlich dafür ist die NATO selber, die z.B. über ihren Vasallenstaaten BRD, sprich die Kriegsministerin von der Leyen verkünden lässt, man müsse als NATO jetzt seine „Präsenz“ an den NATO-Außengrenzen verschärfen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/krim-krise-von-der-leyen-fordert-mehr-praesenz-der-nato-a-960187.html

Exakt diese Politik hat die aktuelle Krise ja erst ermöglicht. DAS aber war von Anfang an das ZIEL. Europa soll wieder Angst vor Russland haben, sich von Moskau und der Russischen Föderation abwenden und stattdessen in die maximal bewaffneten Arme der USA flüchten.

Die Rechnung könnte aufgehen, nur dass die Ukraine nicht als Beute der NATO deklariert werden kann.

Und jetzt?

Wenn es der von den USA geführten NATO aus Übersee gelingen sollte, Europa zu spalten, hat dieser Kontinent ein Problem. Er kettet sich an eine NATION, die über dem Gesetz steht, und sich global als Weltpolizist aufspielt, wobei der Kampf um Ressourcen der eigentliche Antrieb ist.

Wenn Europa und speziell die BRD sich jetzt souverän zeigen, werden deutsche Soldaten wieder global an Fronten geschickt.
Sie kämpfen dort offiziell für Menschenrechte, doch in Wahrheit werden sie für die wenigen Reichen einer Wirtschaftselite fallen.

Wer den Keil nicht erkennen will, der aus Übersee – im Verbund mit England – in das Fleisch Europas getrieben werden soll, dem sei noch einmal das Gespräch mit Willy Wimmer empfohlen.
33 Jahre im Bundestag, Mitglied der OSZE und mehrere Jahrzehnte im Verteidigungsministerium haben diesen Mann etwas verschafft, was den meisten von uns komplett fehlt. Durchblick.
http://kenfm.de/blog/2014/03/23/krim-willy-wimmer/

Wer Frieden in Europa will, kann und darf sich nicht auf die Politik verlassen. Unsere Parlamentarier hängen durch die Bank an den Fäden der NATO-Puppenspieler.

Wer den Frieden in Europa erhalten will, muss auf die Straße.
Solange das noch ohne Uniform erlaubt ist.

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