Al Kaida kämpft nicht gegen unsere Kultur, sondern die westliche Einmischung in ihren Ländern, dafür sind unsere Soldaten dort

9. Oktober 2011 um 13:26

ÖffentlichFreundeNur ichBenutzerdefiniertEnge FreundeWanfried-UmgebungAlle Listen anzeigen …WahrheitsbewegungWahrheitsbewegungWelt (Eiderstedt)das LebenSchule des Lebensanti nazis!!!Universität KasselHelfe afrikaInitiative Black&White e.V.das LebenZurück

Michael Scheuer, der frühere Leiter der Einheit der amerikanischen Geheimdienstes CIA, die auf Bin Laden angesetzt war, schreib mehrere Bücher über Bin Laden, Al Kaida und den „Krieg gegen den Terrorismus“: Die Quintessenz gab er jetzt in England wieder bei einem Kulturfest. Der Telegraf berichtete. Hier meine Übersetzung: Es scheint, wir sollten sie verbreiten, weil sie überlebenswichtig ist, heute für die Soldaten der westlichen Länder und viele Menschen im Nahen und Mittleren Osten, morgen auch für uns alle.

Al Kaida und andere islamistische Organisationen kämpfen nicht gegen die westliche Kultur, sondern gegen die imperialistische US-Außenpolitik. Das hat nicht zu tun mit unserer Demokratie oder mit Wahlen. Wir werden als Westen von ihnen angegriffen, so lange wir in Afghanistan sind, so lang wir Israels Politik blind unterstützen, so lang wir den Polizeistaat Saudi Arabien unterstützen. Wir selbst sind es, die helfen die Kämpfer gegen uns zu rekrutieren, wenn Präsident Obama indirekt den Kulturkrieg gegen den Islam erklärt. Präsidetn Obama sollte eingestehen, dass die US-Präsidenten 20, 30 Jahre lang das Volk belogen haben, tatsächlich faschistische Regmie im Nahen Osten unterstützt haben und damit die Beziehungen zur muslimischen Welt erheblich erschwert haben. Wir sollten uns aus den Nahen Osten zurückziehen. Die nächste Generation von Kämpfern gegen uns wir besser ausgebildet sein, kriegserprobter und brutaler. Solange wir aber diese imperialistische Rolle der Einmischung weiter spielen, werden wir helfen die Krieger hervorzubringen, die uns einmal töten werden.

Aus telegraf: http://www.telegraph.co.uk/culture/hay-festival/8545417/Hay-Festival-2011-ex-CIA-man-claims-Barack-Obama-doesnt-have-a-clue.html

Mr Scheuer, the former head of the CIA’s Osama bin Laden unit said that the terrorist and organisations such as al-Qaeda w ere fighting a war against US imperialism rather than a war on western culture.

”American politicians, and I’m afraid listening to Mr Cameron this week, there’s not a clue about what’s going down in the western world,” he told the festival.

”They can’t cope with the fact that it’s nothing to do with the way we live. It doesn’t have anything to do with elections or democracy or liberty.

”We are being attacked in the west and we will continue to be attacked in the west as long as we are in Afghanistan, as long as we support the Israelis, as long as we protect the Saudi police state.”

He added: ”Yet we hear the President, we hear your Prime Minister, talking about thugs and gangsters. We are still in the starting blocks in this war.

”The main recruitment sergeant for al Qaida is Barack Obama because his speech on the May 19 was a declaration of cultural war on Islam.”

Mr Scheuer, who was speaking at the Festival, in Hay-on-Wye, Powys, is a controversial figure in intelligence and political circles.

He left the bin Laden unit two years before September 11 but was called back as an adviser in the wake of the terrorist attack.

Mr Scheuer described his experiences in his book Imperial Hubris: Why the West is Losing the War on Terrorism. It was published anonymously in 2004, but Mr Scheuer was soon outed as the author.

His book drew criticism in the US, but was praised for its insight in a speech by bin Laden himself.

In a round of questions, a member of the audience asked Mr Scheuer what advice he would give Mr Obama.

”I would ask him to tell the truth,” he replied.

”He, the first Mr Bush, then Mr Clinton and the second Mr Bush have assiduously lied to the American people for 20 years and as a result have made the relations in the United States between Muslims and other people much more difficult.

”They have identified the motivation of our enemy as a war against liberty, as a war against gender equality.”

He added: “There is almost no Muslim out there who is an insane character who is going to blow himself up because my daughters go to university.

”What I try and show in my book is that there is no discussion by bin Laden of this cultural war that is supposed to be waged against us.

”A president who was a statesman and a politician might say something like ‘I’m sorry we’ve been kinda lying to you for 30 years and why we are being attacked is until recently we were supporting fascism across the Middle East’.”

He continued: ”In the rhetoric of our enemies there is very little, if anything, about attacking us for how we live or how we think or how we act in our own country.

”It is about intervention, it is about being in the Arab Peninsula and it has nothing to do with these cultural things.

”We are the ones that are arranging the cultural war against them. What we will see as al Qaida evolves is that the next generation is better educated, combat experienced and probably much crueller.”

Mr Scheuer said the only way to end the war on terror was to withdraw from the Middle East to an extent that is ”consistent with our interests”.

He added: ”The American relationship with Israel, in my mind, is a useless and unnecessary relationship.

”As long as we are playing a role we are the recruiting sergeant for the people that are going to kill us.”

Michael Scheuer

Michael F. Scheuer (* 1952[1]) war bis 2004 ein Mitarbeiter der CIA. Während seiner 22-jährigen Dienstzeit befasste er sich mit unterschiedlichen Aspekten des Mittleren Ostens.

Scheuer leitete von 1995 bis 1999 die Einheit, die den Terroristen Osama bin Laden „jagte“; nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 fungierte er als ihr Berater.[2]

Nachdem Scheuer die CIA verlassen hatte, war er für die Nachrichtengesellschaft CBS News und die The Jamestown Foundationjournalistisch tätig.

Er ist Autor zweier zuerst anonym erschienener Bücher (Imperial Hubris: Why the West is Losing the War on TerrorThrough Our Enemies’ Eyes: Osama bin Laden, Radical Islam, and the Future of America), die sich mit dem US-amerikanischen Krieg gegen den Terror und dem durch Osama bin Laden personifizierten Konflikt zwischen dem Westen und dem Islam befassen.

In diesen Büchern kritisiert Scheuer die offizielle Sichtweise westlicher Regierungen, die den Konflikt als einen Wertekonfliktdarstellt.

Heute lehrt Scheuer an der Georgetown University in Washington, schreibt Bücher[2] und ist Sicherheitsexperte für verschiedene Fernsehsender.[3]

Zu Beginn des Jahres 2012 gab Scheuer seine Unterstützung für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Ron Paulbekannt und verwies dabei auf dessen außenpolitische Ansichten.[4]

Werke[Bearbeiten]

  • Through Our Enemies’ Eyes: Osama Bin Laden, Radical Islam, and the Future of America. Brassey’s, 2003, ISBN 1574885537
  • Imperial Hubris: Why the West Is Losing the War on Terror. Free Press, 2007, ISBN 978-1597971591
  • Marching Toward Hell: America and Islam After Iraq. Free Press, 2009, ISBN 978-0743299718
  • Osama Bin Laden. Oxford University Press, 2011, ISBN 978-0199738663

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hochspringen Michael Scheuer in: nndb.com, abgerufen am 7. Mai 2011
  2. ↑ Hochspringen nach:a b «Bin Laden war ein grosser Mann» in: Tages-Anzeiger vom 7. Mai 2011
  3. Hochspringen «Das Weisse Haus macht beste Werbung für die Kaida» in: NZZ am Sonntag vom 8. Mai 2011
  4. Hochspringen «CIA Bin Laden Unit Chief Endorses Rep. Ron Paul»
  5. http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Scheuer

“Es ist ein Alptraum”

14. Dezember 2005, 14:29 Uhr

Michael Scheuer jagte für die CIA jahrelang Osama bin Laden, vor einem Jahr verließ er den Geheimdienst.stern-Korrespondentin Katja Gloger sprach mit ihm über Folter-Vorwürfe, Gefangenenauslieferungen und die Fehler der Bush-Regierung.

Ein irakischer Verdächtiger wird von CIA-Offizieren verhört© Ghaith Abdul-Ahad/Getty Images

Herr Scheuer, warum haben Sie die CIA verlassen, der Sie 22 Jahre dienten?

Die CIA war das Bauernopfer. Wir wurden für Fehler verantwortlich gemacht, die wir nicht begangen haben. So wird ein Geheimdienst zerstört.

Zum Beispiel?

Zwischen Mai 1998 und Juni 1999 hatten wir zwei konkrete Möglichkeiten, Osama bin Laden gefangen zu nehmen. Und wir gaben dem Militär acht genau so konkrete Hinweise, aufgrund derer sie bin Laden hätten töten können. Doch es geschah nichts.

Sie leiteten drei Jahre lang die hochgeheime Abeilung “Alec”, die bin Laden jagte.

Ja. Doch weder CIA-Direktor George Tenet noch Präsident Clinton wollten vorgehen. Immer gab es irgendeinen Grund: die europäischen Verbündeten etwa. Einmal wussten wir, dass bin Laden ein Luxuszelt in der Wüste aufsuchen würde, um einen Prinzen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zu besuchen. Doch man wollte das Leben des Prinzen nicht riskieren. Ich glaube, weil sein Vater damals gerade F-16 Kampfjets im Wert von zehn Milliarden ordern wollte. Auch unter Bush änderte sich kaum etwas. So nannten wir ihm den konkreten Standort von Abu Musab al Sarkawi…

Zur PersonMichael Scheuer ist der wohl zurzeit wohl prominenteste CIA-Aussteiger. Und einer der kenntnisreichsten. Scheuer war jahrelang für die Jagd auf Osama bin Laden verantwortlich. Er baute auch das “Rendition”-Programm der CIA auf – das die Auslieferung Gefangener an Drittstaaten “regelt”. Als er kritisierte, dass jahrelange Warnungen vor drohenden Terroranschlägen nicht ernst genommen wurden, stellte ihn die CIA kalt.

… einem der meistgesuchtesten Terroristen, der vor allem im Irak operiert.

Wir hätten ihn ein Jahr vor dem Beginn des Irak-Krieges kriegen können.

Warum unternahm Bush nichts?

Die Amerikaner wollten damals die Europäer als Verbündete für den Irak-Krieg gewinnen. Der Schutz von Amerikanern war offenbar kein Argument. Ich bin dann zurückgetreten, um das öffentlich sagen zu können.

Sie haben dann ein Buch unter dem Pseudonym “Anonymus” geschrieben, in dem Sie die CIA-Bürokratie und die Politiker kritisieren.

Es hatte eine unglaubliche Wirkung. Nämlich so gut wie keine. Heute operiert die CIA am Rande ihrer Möglichkeiten. Wir haben kaum noch Leute. Wir können nicht zwei Kriege gleichzeitig führen, den Krieg gegen den Terror und den Krieg im Irak.

Ab 1995 bauten Sie auch das Rendition-Programm der CIA auf. Warum verteidigen Sie es bis heute?

Clintons Leute wollten damals, dass wir aggressiver gegen al Kaida vorgingen. Doch wir hatten keine rechtlichen Möglichkeiten. Damals hatten wir die Idee, mutmaßliche Terroristen in die Länder auszuliefern, in denen sie per Haftbefehl gesucht wurden. Wir lieferten die Informationen, die zu ihrer Verhaftung führten. Dann flogen wir die Leute aus, vor allem nach Ägypten.

Michael Scheuer: “Hatten zwei konkrete Chancen, bin Laden gefangen zu nehmen”© Alex Wong/Getty Images

Wie viele dieser “Auslieferungen” organisierte die CIA?

Ich weiß von 50 al-Kaida-Leuten. Andere nennen rund 100 Fälle bis zum 11. September 2001. Aber die CIA hat diese Leute weder gekidnappt, noch verhaftet oder verhört. Wir konnten unsere Fragen übermitteln. Aber die Geständnisse interessierten uns kaum. Wir wollten ihre Computer, ihre Adressbücher, ihre Papiere. Das waren unsere Goldminen.

Sie ließen andere die Drecksarbeit erledigen?

Auch die Regierung von Präsident Clinton wollte sich nicht die Finger schmutzig machen. Die Probleme mit Folter-Staaten interessierten niemanden sonderlich. Es hieß immer nur, die Leute sollten nach den Gesetzen ihrer jeweiligen Länder behandelt werden. Das war zynisch, ja. Doch es war das erfolgreichste Terrorismus-Bekämpfungsprogramm, das die CIA je hatte. So wurden Menschenleben gerettet. Da bin ich ganz sicher. Auch in Europa. Ganz konkret in Großbritannien. Und das weiß auch die deutsche Regierung. Man soll da nicht scheinheilig sein. Doch jetzt ist es ein Alptraum.

Warum?

Wir hätten die Leute niemals in geheime Lager schicken dürfen. Wir sollten sie als Kriegsgefangene behandeln. Mit allen Rechten, die Kriegsgefangene nach der Genfer Konvention haben. Das Rote Kreuz soll Zugang erhalten. Sollen sie Schweizer Schokolade kriegen, sollen sie Briefe an Mama schreiben. Solange, bis der Krieg vorbei ist. Dann schickt man sie nach Hause. Oder stellt sie vor Gericht.

Warum passiert das nicht?

Vielleicht will dieser Präsident einfach nicht zugeben, dass Fehler passieren. Außerdem sollen die Gefangenen auf keinen Fall einen legitimen Status erhalten. Als ob man sie dadurch aufwerten würde. Welch eine Arroganz. Welch eine katastrophale Fehleinschätzung. Ich habe großen Respekt vor al Kaida als Organisation. Sie ist ein sehr gefährlicher Gegner.

Wird bei der CIA gefoltert?

Nein. Die Praktiken, von denen jetzt die Rede ist, wurden von den amerikanischen Behörden autorisiert. Sie sind legal. Das Justizministerium, die Rechtsanwälte haben zugestimmt. Mehr können wir nicht tun.

Beinahe-Ertränken und Kidnapping sollen legal sein?

Ich habe von sechs Verhör-Methoden gehört. Ich glaube nicht, dass es sich dabei um Folter handelt. Wir machen nicht das, was die Ägypter tun oder die Syrer.

Genau dorthin aber werden ja gekidnappte Gefangene ausgeliefert.

Das hätten wir niemals tun sollen.

Was hätte der ehemalige CIA-Direktor George Tenet, jahrelang verantwortlich für den Krieg gegen den Terror, verhindern können?

Ach, George Tenet ist ein furchtsamer Mensch. Er war immer der falsche Mann am falschen Platz. Dabei muss man ihn einfach mögen. Er hat eine geschliffene Rhetorik. Er ist gewinnend, kann immer eine Träne vergießen, wenn es passend scheint. Er war der erste CIA-Direktor, der wie ein Rockstar daherkam. Doch Tenet stimmte immer allen Präsidenten zu. Und dann wurde er der Kumpel von Präsident Bush. Er war ihm viel zu nahe. Er konnte ihm wohl keine Nachrichten überbringen, die der Präsident nicht hören wollte. Tenet hat versagt. In der CIA und beim Präsidenten.

Wozu führte die Nähe zum Präsidenten?

Es hieß ja, es gebe Verbindungen zwischen Saddam Hussein und al Kaida.

Eines der wichtigsten Argumente für den Irak-Krieg.

Ja. Doch diese Informationen kamen nicht von uns. Wir gründeten eigens eine Arbeitsgruppe, die ich leitete. Wir sichteten alle Unterlagen. Wir gingen zehn Jahre zurück. Wir überprüften 20.000 Dokumente, lasen 75.000 Seiten. Wir fanden wieder nichts, absolut nichts. Wir verfassten einen Bericht. Wir dachten, der ginge ans Weiße Haus. Und dann hörten wir von dort wieder das glatte Gegenteil.

Jetzt fordert der CIA-Generalinspektor disziplinarische Maßnahmen unter anderem gegen George Tenet. Was wird geschehen?

Es wäre richtig. Es wäre eine der letzten Chancen, die Verantwortlichen für all die schrecklichen Fehler zur Rechenschaft zu ziehen. Aber dann würde wohl zu viel schmutzige Wäsche gewaschen. Und das will keiner. Daher habe ich nicht viel Hoffnung.

http://www.stern.de/politik/ausland/cia-aussteiger-scheuer-es-ist-ein-alptraum-551479.html